Mafia-Ermittler : Ausgezogen, die Politik das Recht zu lehren

Antonio Ingroia kämpfte in Italien gegen die Mafia. Der Staatsanwalt ermittelt nun auch in Zentralamerika. Im Auftrag der Vereinten Nationen will er helfen, das Netz des international agierenden Handels mit Rauschgift zu zerreißen.
In Deutschland wie in Nordeuropa insgesamt sei die Stärke der Mafia „immer noch nicht erfasst worden und so auch nicht die Dringlichkeit, intensiver gegen sie zu ermitteln und mit strengeren Gesetzen gegen das organisierte Verbrechen vorzugehen“. Das sagt einer der wichtigsten italienischen Staatsanwälte im Anti-Mafia-Kampf, Antonio Ingroia aus Palermo. Es stimme nicht, dass in „Deutschland das Wasser fehlt, das die Mafia zum Schwimmen braucht“, wie er einmal von deutschen Ermittlern gehört habe. Nicht nur die Ermordung von sechs Personen 2007 vor einer Pizzeria in Duisburg in einer Clanfehde der kalabresischen ’Ndrangheta habe gezeigt, „wie frei sich Mafiosi in Nordrhein-Westfalen bewegen können“, erinnert Ingroia.





