Atomabkommen : Mit Iran gegen Trump

Amerika verdammt das Atomabkommen und schweigt über ein weiteres Vorgehen. Hassan Rohani gibt sich als Freund der Europäer. Die fürchten böse Folgen für Nordkorea.
Wir haben einander nicht mit Schuhen beworfen“, versichert der amerikanische Außenminister Rex Tillerson nach seiner ersten Begegnung mit dem iranischen Außenminister Dschawad Zarif. Doch auf dem Ministertreffen der sieben Staaten, die 2015 das Atomabkommen ausgehandelt hatten, war es am Mittwochabend im New Yorker UN-Hauptquartier hart zur Sache gegangen. Nachdem Zarif gewohnt spitz über die amerikanische Kampagne gegen das Abkommen und gegen sein Land gelästert hatte, wandte sich Tillerson direkt an ihn. Er könne sich noch gut an die Geiselnahme in Amerikas Teheraner Botschaft erinnern, sagte Tillerson. Die „schmerzvolle“ Geschichte beider Länder aufzuarbeiten, sei vielleicht eine Aufgabe, die man nachfolgenden Generationen überlassen solle. Als iranische Studenten 1979 die Botschaft gestürmt hatten, war Tillerson 27 und Donald Trump 33 Jahre alt. Zarif und Barack Obama waren dagegen gerade erst volljährig geworden.





