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Blick auf den Finanzmarkt : Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende

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Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Freitag mit leichten Verlusten in den letzten Handelstag des dritten Quartals starten. Hoffnung auf beherzte Schritte zur Lösung der Euro-Schuldenkrise haben den Markt seit Wochenbeginn gestützt. Vor dem Wochenende steigt laut Händlern nun aber die Gefahr von Gewinnmitnahmen.

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          Nach der Rally der vorangegangenen Tage nehmen die Anleger am deutschen Aktienmarkt im frühen freitäglichen Geschäft Gewinne mit. Bis 9.39 Uhr verliert der Dax 0,9 Prozent oder 51 auf 5.589 Punkte. In der zweiten Reihe geht es für den MDax um 0,7 Prozent oder 57 auf 8.578 Punkte nach unten. Der TecDax gibt um 0,3 Prozent oder 2 auf 680 Punkte nach. Auf den Magen schlägt den Börsianern dabei vor allem der von HSBC berechnete Einkaufsmanagerindex für das chinesische Verarbeitende Gewerbe, der im September auf dem Vormonatswert von 49,9 Punkten stagnierte. „Das entkräftet die Furcht vor einer harten Landung nicht wirklich“, sagt ein Händler. Noch dazu stünden in der kommenden Woche eine ganze Reihe wichtiger Konjunkturdaten und Notenbankentscheidungen auf dem Programm, was die Tendenz zum „Kassemachen“ verstärke. Für neue Impulse dürfte am Nachmittag vor allem der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Region Chicago sorgen. Ökonomen erwarten für September einen Rückgang auf 55,0 von 56,5 Punkten im Vormonat. Manchen Volkswirten gilt er als guter Vorläufer des für Montag kommender Woche avisierten landesweiten ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe der Vereinigten Staaten . Andere Ökonomen halten ihn wegen der von der Automobilindustrie geprägten Region Chicago allerdings für keinen guten Indikator.

          Angesichts der Unsicherheiten über die konjunkturelle Entwicklung in China stehen vor allem die Automobilwerte unter Druck. Für die als Premiumanbieter geltenden deutschen Hersteller hat sich die mittlerweile zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Absatzmärkte entwickelt. BMW geben vor diesem Hintergrund um 3,7 auf 50,80 Euro nach und haben damit die „rote Laterne“ im Dax inne. Daimler verbilligen sich um 2,9 Prozent auf 33,80 Euro. Deutsche Bank fallen um 3,1 Prozent auf 27,38 Euro. Laut „Handelsblatt“ steht der Primus unter den heimischen Kreditinstituten kurz davor, sein Rekordgewinnziel für das laufende Jahr von 10 Milliarden Euro zu kassieren. Bayer ziehen nach einer weiteren positiven Studie zum Mittel „Rivaroxaban“ hingegen um 0,4 Prozent auf 42,18 Euro an und sind damit bislang Tagesgewinner. Auch Deutsche Post halten sich mit einer unveränderten Notierung von 9,86 Euro besser als der Gesamtmarkt. Die Analysten von Morgan Stanley haben ihre Empfehlung für die Aktien des Logistikers auf „Overweight“ von „Equalweight“ erhöht. Im MDax rücken HHLA um 1,3 Prozent auf 21,60 Euro vor, Morgan Stanley hat die Einstufung der Papiere des Hafenbetreibers auf „Equalweight“ von „Underweight“ erhöht.

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