Feuerprobe für die Kultur
Wenn das hier gut geht, können die Theater europaweit aufatmen: Die Salzburger Festspiele starten unter Virus-Bedingungen in ihr hundertstes Jubiläum.
Wenn das hier gut geht, können die Theater europaweit aufatmen: Die Salzburger Festspiele starten unter Virus-Bedingungen in ihr hundertstes Jubiläum.
Die Premiere von Richard Strauss’ Oper „Elektra“ gelingt in Salzburg großartig. Der Dirigent Franz Welser-Möst sowie die beiden litauischen Sopranistinnen glänzen. Aber das Publikum zeigt wenig Verantwortungsgefühl.
Elektra von Richard Strauss. Regie führt Krzysztof Warlikowski, die Wiener Philharmoniker spielen unter der Musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst.
Am Samstagnachmittag haben die großen Salzburger Festspiele begonnen. Veranstalter und Gastgewerbe verpflichten sich zu hohen Sicherheitsstandards – und hoffen für die gesamte Kulturbranche, dass es gelingt.
Auch zwei hessische Opernstars treten bei den Salzburger Festspielen auf: Tanja Ariane Baumgartner und Johannes Martin Kränzle über Proben unter Corona-Bedingungen und andere Erfahrungen.
Vor hundert Jahren fanden die Salzburger Festspiele zum ersten Mal statt. Sie träumten von einem durch Kultur geeinten Europa – eine Idee, die dabei ist, zum Relikt zu werden.
Kommenden Samstag eröffnet Helga Rabl-Stadler die Salzburger Festspiele. Sie sieht das riskante Ereignis als Vorreiter für die gesamte Kulturbranche in Corona-Zeiten. Für Tests wurden 300.000 Euro budgetiert.
Palästina und die Annexion +++ Psychotherapien und Corona +++ Tierschutz +++ Salzburger Festspiele
Die Salzburger Festspiele sollen ab dem 1. August trotz Corona stattfinden. Helga Rabl-Stadler und Markus Hinterhäuser, die Präsidentin und der Intendant, stellen das Programm vor – und erklären die Schwierigkeiten beim Ticketverkauf.
Österreichs Kultur befindet sich in höchster Not. Theaterproben können unter den aktuellen Bedingungen schwer stattfinden. Auch das Hundertjahrjubiläum der Festspiele in Salzburg könnte ausfallen.
Salzburg fordert Jürgen Klopp und seinen FC Liverpool heraus. Am Ende aber setzt sich der Titelverteidiger durch und erreicht das Achtelfinale als Gruppensieger. Chelsea und Valencia sind ebenfalls weiter. Ajax scheidet aus.
Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal gründeten vor hundert Jahren die Salzburger Festspiele. Das Jubiläumsprogramm 2020 würdigt beide ausgiebig. Dazu gibt es viel Beethoven zum Beethovenjahr und Prominenz der Gegenwart.
Sex, Gewalt und irritierend gute Laune: Kornél Mundruczó inszeniert Molnárs Vorstadtlegende „Liliom“ mit Robotergreifarmen, und Theresia Walser veranstaltet in ihrem neuen Stück ein Blutbad in der Fußgängerzone. Zwei Premieren bei den Salzburger Festspielen.
Ein Desaster, wenn allein die Musik das Zepter schwingt: Valery Gergiev und Andreas Kriegenburg verderben in Salzburg Verdis „Simon Boccanegra“.
Vom Marshallplan des Geistes: Ein Besuch auf Schloss Leopoldskron, dem Ort, an dem die Salzburger Festspiele gegründet wurden.
Witzig, klug, grell und gay: Barrie Kosky führt das Publikum in Salzbug mit Jacques Offenbachs „Orphée aux enfers“ in eine grandiose Lusthölle.
Die Oper in Los Angeles will die „beunruhigenden“ Anschuldigungen mit Hilfe von externen Berater prüfen. Andere Häuser sagen Auftritte des Sänger ab. Die Salzburger Festspiele wollen an dem Spanier festhalten.
In Salzburg bringen Achim Freyer und Ingo Metzmacher George Enescus Oper „Œdipe“ heraus. Das Stück entführt das Publikum mit phantastischen Bildern und gespenstischen Schattenspiele in ein surreales Traumland.
Die Kanzlerin besucht die Festspiele in Salzburg, und alle Welt schreibt über ihren Kimono. Dabei ist ihre Wahl eine sehr kluge Entscheidung.
Ein billiges Jonglieren mit Schlüsselreizen: Simon Stone verramscht in seiner Inszenierung von Luigi Cherubinis Oper „Médée“ den Ernst der Debatten, die zu führen wären.
Sein Publikum muss man nicht bewerten, aber man hat es immer von neuem zu verführen: Salzburg-Intendant Markus Hinterhäuser über den Sinn der Festspiele, seine Arbeit am Programm und die Freiheit der Besucher, aus dem Angebot zu wählen.
Kent Nagano und Krzysztof Warlikowski gelingt mit der Oper „The Bassarids“ von Hans Werner Henze ein großer Wurf bei den Salzburger Festspielen.
Satt wird man von diesem irrsinnigen Abend sicher nicht, doch die Texttreue nötigt Respekt ab. Frank Castorf inszeniert „Hunger“ von Knut Hamsun in Salzburg.
Die Zeiten der Pianistenschlachten sind vorüber, aber die Solistenkonzerte zählen noch immer zu den Höhepunkten der Salzburger Festspiele. Das zeigt sich in diesem Jahr bei Arcadi Volodos und Jewgeni Kissin.
Sie schrieb extreme Musik, mit der sie nicht jedes Publikum erreichte. In der Sowjetunion blieb sie unbemerkt. Jetzt werden Kompositionen von Galina Ustwolskaja bei den Salzburger Festspielen gefeiert.
Schmerzerfüllt: Die Salzburger Festspiele beginnen mit Passionen von Beethoven, Penderecki und Pasolini. Sie ziehen Parallelen zwischen dem Schicksal von Flüchtlingen heute und dem Leiden Jesu Christi.
Michelle Hunziker fühlt sich endlich verstanden, Gal Gadot findet, alle sollten Feministen sein, und von Helmut Schmidt wird eine wertvolle Zigarettenschatulle versteigert – der Smalltalk.
Mit Individualität soll man es nicht übertreiben: Die Performance-Gruppe 600 Highwaymen inszeniert Horváths „Kasimir und Karoline“ bei den Salzburger Festspielen als lebendes Tableau.
Die Salzburger Festspiele waren von Kopf bis Fuß auf Anna Netrebko eingestellt. Die Star-Sopranistin sang Verdis „Aida“. Würde sie die ins Unendliche gesteigerten Erwartungen erfüllen?
Lange stand Komponist Gérard Grisey im Schatten von Pierre Boulez. Jetzt wird er in Salzburg geehrt und gefeiert. „Zeit mit Grisey“ lautet der Titel einer Reihe aus acht Abenden.
Romantik in Ausnahmesituationen: Bei den Salzburger Festspielen feierte Andreas Kriegenburgs Inszenierung von Dmitri Schostakowitschs Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ Premiere.
Karin Henkel inszeniert in Salzburg Gerhart Hauptmanns Kindermörderinnendrama „Rose Bernd“ mit großer psychologischer Kraft. Und Lina Beckmann besticht dabei mit ihrem kompromisslosen Körperspiel.
Gemach, die Herren: Teodor Currentzis dirigiert Peter Sellars’ Inszenierung von Mozarts „Clemenza di Tito“ als ständigen Tempowechsel. Tiefe Musikalität paart sich dabei mit einer Neigung zum Groben.
Auf diese Seele kann der Teufel gut verzichten: Die Salzburger Festspiele eröffnen mit einem einem durch Videosequenzen neu in Szene gesetzten „Jedermann“.
Auch in dieser Saison fahren die Galerien in der Stadt zur Festspielzeit auf: Ein Rundgang führt zu klassischen und ganz aktuellen Werken, von Max Ernst bis Chloe Piene.
Anna Netrebko singt mit ihrer Wunderstimme Giacomo Puccinis „Manon Lescaut“ im Großen Festspielhaus. Es ist das Luxuspaket des ganz großen Opernkinos.