FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);„Elektra“ in Salzburg :
Wenn das Blut tanzt

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Ausrine Stundyte (Elektra) wird bekniet von Asmik Grigorian (Chrysothemis).
Ausrine Stundyte (Elektra) wird bekniet von Asmik Grigorian (Chrysothemis).dpa

Die Premiere von Richard Strauss’ Oper „Elektra“ gelingt in Salzburg großartig. Der Dirigent Franz Welser-Möst sowie die beiden litauischen Sopranistinnen glänzen. Aber das Publikum zeigt wenig Verantwortungsgefühl.

Welch gespenstischer Leichtsinn, welch dickfelliger Bequemlichkeitsegoismus: Vor dem großen Festspielhaus drängt sich – während im Hintergrund die „indigene Bevölkerung“ (sie nennt sich wirklich so) des Salzburger Landes, also das Alpenindinanertum der Pensionsbesitzer, Treckerfahrer und Grillwurstverzehrer, gegen die Verlegung einer weiteren Hochspannungsleitung demonstriert – das Publikum dicht an dicht in die Premiere von „Elektra“ in der Felsenreitschule.

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