Keine Ferne je so nah
Wider die Fühllosigkeit der kommenden Generationen: Vergessene österreichische Dramatik bei den Salzburger Festspielen als knapp achtstündiger Lesemarathon – basierend auf einer F.A.Z.-Idee.
Wider die Fühllosigkeit der kommenden Generationen: Vergessene österreichische Dramatik bei den Salzburger Festspielen als knapp achtstündiger Lesemarathon – basierend auf einer F.A.Z.-Idee.
Ebenso kluger wie dramatischer Gesang ist mit Stéphane Degout und Lisette Oropesa in der Oper „Hamlet“ von Ambroise Thomas bei den Salzburger Festspielen zu erleben.
Ziemlich lame Animationsversuche: „Spiegelneuronen“ von Stefan Kaegi / Rimini Protokoll und einer fernen Mitarbeit von Sasha Waltz wird im Rahmen der Salzburger Festspiele uraufgeführt.
Alexandre Kantorow beeindruckt bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris mit seinem Klavierspiel im strömendem Regen auf einer Seine-Brücke. Auch sein Solo-Debüt bei den Salzburger Festspielen gelingt.
Die Regisseurin Mariame Clément sorgt mit „Les Contes d’Hoffmann“ von Jacques Offenbach bei den Salzburger Festspielen für Überraschungen, mit denen das Dirigat von Marc Minkowski nicht ganz Schritt hält. Gesungen wird dabei überragend.
Peter Sellars macht aus Sergej Prokofjews Oper „Der Spieler“ in Salzburg ein lärmiges Pop-Spektakel, in dem sich Asmik Grigorian nur schwer behaupten kann.
Königliche Fehlbesetzung von Gottes Gnaden: „Saul“ von Botho Strauß als Festspiel-Erstlesung mit Marina Galic und Jens Harzer.
Da hört auch Angela Merkel zu: Der Pianist Grigory Sokolov schafft in Salzburg kosmischen Sinn bei Bach, durchlebt die Lyrik enttarnter Lügen bei Chopin und ertastet den Schmerz bei Schumann.
Kunst verhilft dem Ungelebten zu intensiver Gegenwart: Beim Liederabend von Matthias Goerne und Markus Hinterhäuser und beim Konzert des Leonkoro Quartetts kann man es in Salzburg hören.
In der Oper „Der Idiot“ von Mieczysław Weinberg findet Regisseur Krzysztof Warlikowski bei den Salzburger Festspielen zwar Worte, aber keine Bilder für den spirituellen Imperialismus Dostojewskis.
Brasilianische Elegie: Der Regisseur Thom Luz nimmt sich am Landestheater Stefan Zweigs Novellen-Sammlung „Sternstunden der Menschheit“ vor.
Robert Carsens Einrichtung des „Jedermann“ bringt den Text zum Klingen. Wir sehen Menschen als Kulisse der Geldherrschaft: eine im besten Sinne konservative Aufführung.
Siemens digitalisiert die Salzburger Festspiele und hofft dabei auf wichtige Erkenntnisse. Mit optimaler Akustik lässt sich Geld verdienen.
Elke Heidenreich hat schon wieder einen Bestseller geschrieben – diesmal geht es ums Älterwerden. Ein Gespräch über das Glück ab 60, ihren unwürdigen ZDF-Rauswurf und die Notwendigkeit des Fremdgehens.
In Reaktion auf die jüngst publik gewordene Nachricht einer Strafanzeige wegen angeblich rechtswidrigen Verschiebungen von Produktionen, verwehren sich die Salzburger Festspiele gegen den Vorwurf eines strafbaren Verhaltens und erwägen ihrerseits Klage wegen übler Nachrede und Kreditschädigung.
In der seit geraumer Zeit schwelenden Auseinandersetzung zwischen freischaffenden Künstlern und der Geschäftsführung der Salzburger Festspiele ist eine neue Eskalationsstufe erreicht worden.
Bücher von Stefan Zweig und Thomas Mann werden zu Theaterstücken, Romane von Fjodor Dostojewski zu Opern bei den Salzburger Festspielen 2024. Doch das Programm bietet noch mehr.
Die neue Schauspielchefin Marina Davydova kündigt für 2024 eine Neuinszenierung des „Jedermann“ an – ohne Regisseur Michael Sturminger und Hauptdarsteller Michael Maertens.
Paradoxe Identitäten: Freiburg zeigt die deutsche Erstaufführung der theatralen Installation „Museum of Uncounted Voices“ der Exilrussin Marina Davydova.
Neugestaltung des Salzburger Festspielbezirkes: Im Mönchsberg haben am Freitag Probebohrungen für die Neugestaltung des Projekts Festspielbezirk 2030 begonnen.
Die Touristenmassen lassen die kleine Schwester der Salzburger Festspiele meist links liegen. Dabei bietet die Residenzgalerie als Teil des DomQuartiers exquisite europäische Kunst aus drei Jahrhunderten.
Olaf Scholz fliegt zum Antrittsbesuch nach Österreich – ohne Zeit für Festspiele, denn es gibt mit Karl Nehammer viel zu bereden. Nicht immer sind die beiden Kanzler einer Meinung.
Der englische Dirigent John Eliot Gardiner ist von Jugend an besessen von der Musik Hector Berlioz'. Jetzt bringt er dessen Kolossaloper „Les Troyens“ in Salzburg und Berlin zur Aufführung. Ein Gespräch.
Der Dirigent Teodor Currentzis steht im Zwielicht der Abhängigkeit von Wladimir Putin. Bei den Salzburger Festspielen hat er Henry Purcells „Indian Queen“ zum Manifest politischer Agitation umgestaltet. Damit versetzt er die Massen in Verzückung.
Titanisch: Pierre-Laurent Aimard spielt bei den Salzburger Festspielen die Etüden von György Ligeti und meistert dabei das Unmögliche.
Krzysztof Warlikowski zeigt an Giuseppe Verdis „Macbeth“ das Grässliche unserer Gegenwart. Durch den Gesang von Asmik Grigorian und Vladislav Sulimski wir diese Oper zu einem großen Ereignis.
Verkommen zum jedermännischen Boulevard: Der Dirigent Raphaël Pichon rettet Martin Kušejs desaströse Inszenierung von Mozarts „Figaro“ bei den Salzburger Festspielen.
Bei der Premiere des neuen „Jedermann“ spielen echte Klimaaktivisten eine Nebenrolle. Das hätte es gar nicht gebraucht, Zeitgeist liefert die Inszenierung auch so genügend.
Bregenzer Festspiele und Salzburger Festspiele bleiben auch in Krisenzeiten ein Selbstläufer.
Valerie Pachner spielt im diesjährigen „Jedermann“ Tod und Buhlschaft in Personalunion. Geht das überhaupt? Und wäre es nicht mal Zeit für ein ganz neues Stück? Eine Begegnung in Salzburg.
Lise Davidsen ist in Bayreuth als Wagner-Sensation gefeiert worden. In ihrer Heimat Norwegen bezaubert sie nun erstmals als Puccini-Sängerin.
Empörungsrituale? Der Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser, greift den Schauspieler Cornelius Obonya scharf an.
Ein kleines Museum in Salzburg zeigt wenig bekannte Künstler, die während des Nationalsozialismus verboten waren. Es ist eine Entdeckung, eine Hommage - und Ausdruck einer großen Haltung.
Mehr und mehr litauische Musikerinnen und Musiker stehen an der Spitze Europas, wie nun die International Classical Music Awards bestätigen. Sie könnten daran erinnern, dass das Land auch geografisch die Mitte unseres Kontinents bildet.
Viel Verdi in der Oper, Haneke im Schauspiel und Ligeti im Konzert: Das Programm für die Salzburger Festspiele im Sommer
Salzburger Festspiele starten 2023 mit Michael Maertens und Valerie Pachner in den Hauptrollen des „durch.Jedermann“ durch.