Verbot von Rockerclub : Feucht durchwischen bei Satudarah

Zum ersten Mal wird ein bundesweites Verbot gegen eine Rockerbande erlassen. Bisher war die Wirkung solcher Maßnahmen begrenzt. Doch interne Querelen zeigen: Die Verunsicherung in der Rockerszene steigt.
Kistenweise transportieren Polizeibeamte am Dienstagmorgen ab sechs Uhr früh Dokumente, Plakate und Kutten aus dem Vereinsheim des Rockerclubs „Satudarah Maluku MC“ im Duisburger Stadtteil Rheinhausen. Auch das beinahe mannshohe Emblem des Clubs trägt ein Beamter zu einem Polizeiwagen. Duisburg ist nicht der einzige Schauplatz. Am Dienstag statten etwa tausend Polizeibeamte gleichzeitig in fünf Bundesländern den Vereinsheimen und Privatwohnungen der Rocker einen Besuch ab. Auch in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Bremen rückt die Polizei Satudarah zuleibe, doch Nordrhein-Westfalen ist der Schwerpunkt der Aktion. Da die Beamten damit rechnen, dass die Rocker nicht erfreut sind über den morgendlichen Besuch, erscheinen sie in größerer Zahl, sicher ist sicher. Doch es kommt nicht zu den befürchteten Gewaltausbrüchen.





