Regionalkonferenzen der SPD : Eine Debatte im Geist der Sozialpädagogik

„Eher Pro-Groko als No-Groko“: Obwohl sich viele SPD-Mitglieder von ihrer Parteiführung beschwichtigt sehen, signalisiert eine Mehrheit eine Zustimmung zur Koalition.
Hans-Peter Fuchs ist einer von 463.723 Personen, die am Stichtag 6. Februar Mitglieder der SPD waren und nun darüber abstimmen dürfen, ob es zu einer abermaligen großen Koalition kommt oder nicht. „Ich bin für den Kollisionsvertrag“, erklärt Fuchs. In der Verballhornung deutet sich an, dass der ältere Herr mit der Kapitänsmütze kein enthusiastischer Befürworter des geplanten Regierungsbündnisses ist. Seine Zustimmung erfolge mit „Murren“ und „Zähneknirschen“, sagt Fuchs, der seit mehr als fünfzig Jahren Parteimitglied ist. „Aber wenn wir jetzt ablehnen, ist die SPD gleich erledigt. Mit einem Ja haben wir zumindest noch eine Chance. Und die möchte ich meiner Partei geben.“ Während Fuchs seine Haltung erklärt, rollen hinter ihm schwarze Limousinen heran. Olaf Scholz trifft ein, der kommissarische SPD-Bundesvorsitzende. Scholz reist aus Hamburg an, wo er am Samstagvormittag bei der ersten Regionalkonferenz des Parteivorstands für ein Ja zur „Groko“ geworben hat. Nun, am Nachmittag, ist Hannover an der Reihe. Der Bürgermeister aus Hamburg benutzt den Hintereingang des Kongresszentrums.





