Die Kirche und der Militäreinsatz :
Was war gut in Afghanistan?

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Die afghanische Armee bei einer Schießübung nahe dem deutschen Feldlager in Kundus
Die afghanische Armee bei einer Schießübung nahe dem deutschen Feldlager in KundusPilar, Daniel

Die evangelische Kirche zieht eine Bilanz des Militäreinsatzes und fordert eine Debatte über Kampfdrohnen. Wer eindeutige Antworten sucht, den wird das 60-seitige Papier enttäuschen.

Ziemlich genau vier Jahre ist es her, dass die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann mit ihrer Feststellung „Nichts ist gut in Afghanistan“ und ihrem Ruf nach „mehr Fantasie für den Frieden“ eine Kontroverse losgetreten hat. Über Sinn und Zweck des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan wurde damals gestritten – fast mehr noch allerdings über Margot Käßmann selbst. Der damalige Wehrbeauftragte Reinhold Robbe (SPD) spottete über die vermeintliche Naivität der Bischöfin und riet ihr, sich „mit den Taliban in ein Zelt zu setzen und über ihre Phantasien zu diskutieren, gemeinsam Rituale mit Gebeten und Kerzen zu entwickeln“.

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