Reformationsjubiläum :
Ein Sommermärchen namens Luther?

Von
Professor Dr. Hartmut Lehmann
Lesezeit:
dpa

Es ging sehr deutsch zu und sehr national. Ein Blick zurück auf die Lutherdekade und das Jubiläumsjahr 2017.

Um zu begreifen, was man hierzulande während der Lutherdekade und im Jubiläumsjahr sehen und erleben konnte, gilt es zurückzugehen in die Jahre 2007 und 2008. Damals fielen drei wichtige Entscheidungen: Erstens, dass in Deutschland Kirche und Staat die Erinnerung an den Beginn der Reformation gemeinsam gestalten würden; zweitens, dass Martin Luther ins Zentrum der Feierlichkeiten gerückt werden sollte; und drittens, dass die Lutherdekade als Dekade der Freiheit und die Reformation als Religion der Freiheit zu verstehen sein. Jede dieser drei Entscheidungen hatte langfristige Wirkungen, positive ebenso wie negative.

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