Rollentausch im Gedächtnistheater
Die Cambridger Soziologin Esra Özyürek meint, Muslimen würde hierzulande die Verantwortung für den Holocaust zugeschoben. Daran ist so gut wie alles falsch.
Die einen haben sie umgebracht, den anderen geholfen: In seinem Roman „Museum der Mörder und Lebensretter“ führt Simon Stranger in das Grauen des Holocaust in Norwegen.
Die Cambridger Soziologin Esra Özyürek meint, Muslimen würde hierzulande die Verantwortung für den Holocaust zugeschoben. Daran ist so gut wie alles falsch.
Warum hat die AfD bei der Bundestagswahl in Ostdeutschland so viele Stimmen bekommen? Hier sind zehn – mehr oder weniger überzeugende – Antworten.
Der Dokumentarfilmer Stephan Lamby schildert im Podcast, warum Demagogen auch in den USA und Deutschland so erfolgreich sind. Und er erklärt, wieso man mit Feinden der Demokratie im Gespräch bleiben sollte.
Vom friedlichen Augenblick ist es immer nur ein Schritt zu den Kriegen der Vergangenheit und der Gegenwart. Nirgendwo lässt sich das aktuelle Israel so unmittelbar erfahren wie in einem der Kibbuzim des Landes.
Der Historiker Wolfgang Benz blickt besorgt auf die Erinnerungskultur und die Demokratie, weil auch Teile des Bürgertums verrohen und die Enkel der gedemütigten DDR-Wendegeneration ihre Großeltern rächen wollen. Ein Gespräch.
Die 92 Jahre alte Zeitzeugin des Holocaust hat das Ehrensiegel in Silber, die höchste Auszeichnung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt erhalten. Am Ende einer bewegenden Feierstunde singt Eva Szepesi ein Lied aus ihrer Kindheit.
Am Holocaust-Gedenktag haben wir unseren Film „Die Ermittlung“, der sich fiktionalisiert mit den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess auseinandersetzt, in Tel Aviv gezeigt. Bericht über eine Reise in ein aufgewühltes Land.
Holocaust und Heilung: Die Malerin Bracha Lichtenberg Ettinger in der Düsseldorfer Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
Sie war die wohl älteste Überlebende des Holocaust. Nun ist die Amerikanerin Rose Girone im Alter von 113 Jahren gestorben.
Am Freitagabend wurde ein Tourist in Berlin angegriffen und schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist ein syrischer Flüchtling. Ermittlern zufolge wollte er „Juden töten“.
Achtzig Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Nazis ist das Erinnern politisch unter Druck geraten. Ein Besuch bei Menschen, die gegen das Vergessen anarbeiten.
Bis kurz vor seinem Tod warnte er vor einem „Tsunami von Antisemitismus“. Jetzt ist der Holocaust-Überlebende Marian Turski im Alter von 98 Jahren gestorben.
Die Hamas hat drei sichtlich geschwächte Männer freigelassen. Der Zorn richtet sich teils auch gegen den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu.
Zurück zur D-Mark? Bei Caren Miosga werden Alice Weidels wirtschaftspolitische Ideen in der Luft zerrissen. In der Empörung der AfD-Chefin schwingt das Ungesagte mit, das zurück auf die Phantasie des „Schuldkults“ verweist.
Die Verantwortung für die Ermordung von sechs Millionen Juden in Deutschland vergeht nie. Sie bedeutet auch, hier und heute Antisemitismus zu erkennen und beim Namen zu nennen.
Der Zeitzeuge Roman Schwarzman aus Odessa zieht Parallelen zur Gegenwart in der Ukraine. Auch Bundespräsident Steinmeier warnt: Die Erinnerung an die Schoa dürfe nicht enden.
Der Streit über die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance entzweit Politik und Universitäten. Doch die alternativ beworbene Jerusalemer Erklärung hat viele Leerstellen.
Der Fotograf Martin Schoeller hat Holocaustüberlebende porträtiert, seine Serie „Survivors“ wird nun in der Europäischen Zentralbank in Frankfurt gezeigt. Bei der Ausstellungseröffnung warnt ein Überlebender vor neuem Judenhass.
Zum Holocaust-Gedenktag zeigt die ARD „Die Ermittlung“ als Serie und eine Übertragung aus der Gedenkstätte Auschwitz. Das ZDF überträgt die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus aus dem Bundestag.
Eva Szepesi überlebte das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Ihre Familie wurde von den Nationalsozialisten ermordet. Im Jüdischen Museum Frankfurt mahnt sie zur Wachsamkeit.
Das Gedenken an zwei Völkermorde vereint heute Juden, Deutsche und Ruander. Es wäre verfehlt, die Leiden gegeneinander auszuspielen.
In New York eröffnet zum Holocaust-Gedenktag eine Ausstellung über Anne Frank, für die das Versteck im Amsterdamer Hinterhaus originalgetreu nachgebaut wurde.
Für „wehret den Anfängen“ ist es in Deutschland inzwischen zu spät. Deshalb müssen wir jetzt handeln, damit „nie wieder Auschwitz“ Wirklichkeit bleibt.
Auch elf Jahre nach dem Anstoß steht noch nicht fest, wann Großbritannien ein Holocaustmahnmal bekommt. Premierminister Starmer ringt um eine Lösung – wie seine Vorgänger.
In den Vernichtungslagern Treblinka, Bełżec und Sobibór wurden ebenso viele Menschen ermordet wie in Auschwitz. Warum bestimmt gerade dieses Konzentrationslager unser Bild von der Schoah?
Vor 80 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Es gibt nur noch wenige, die vom Schrecken des Judenmordes erzählen können. Und in deutschen Familien verblassen die Erinnerungen an die Täter.
Merz will im Bundestag über Migrationspolitik abstimmen lassen. Die Befreiung von Auschwitz jährt sich zum 80. Mal. Und in der Bundesliga könnte es schon bald Schiedsrichter-Ansagen geben. Der F.A.Z.-Newsletter.
Zum 80. Mal jährt sich am 27. Januar die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Das Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart startet mit über 50 Kooperationspartnern eine Kinoinitiative.
In früheren Konzentrationslager Auschwitz müssen Tausende Schuhe, Koffer und Prothesen vor dem Zerfall bewahrt werden. Denn immer weniger Überlebende können noch Auskunft geben über die Verbrechen der Nazis.
Die polnische Jüdin Leokadia Justman entkommt den Nazis und überlebt in Innsbruck den Holocaust. Das verdankt sie auch österreichischen Helfern.
Eva Szepesi überlebte als junges Mädchen das Konzentrationslager Auschwitz. Über den Holocaust hat die Zweiundneunzigjährige lange geschwiegen, heute spricht sie als Zeitzeugin in Schulen. Die Erfolge der AfD machen ihr große Sorgen.
Adrien Brody wurde gerade für einen Oscar nominiert. Ein Interview über seinen Film „Der Brutalist“, seine Begeisterung für Architektur – und die Bedeutung der Geschichte seiner Mutter für seine Rolle.
In einer internationalen Studie wissen die Deutschen immer noch am meisten über den Genozid an den Juden. Die Mehrheit glaubt, etwas ähnliches sei auch heute möglich.
A26877: Diese Nummer wurde Eva Szepesi vor 80 Jahren in Auschwitz in den Unterarm tätowiert. Wer wird in Schulklassen an den Holocaust erinnern, wenn es Zeitzeugen wie sie nicht mehr gibt?
Was ist in Auschwitz passiert? Spätestens von der neunten Klasse an steht in der Schule der Holocaust auf dem Lehrplan – doch auch jüngere Kinder haben schon Fragen. Worauf Eltern achten müssen.
Vor 80 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit, bei Gedenkveranstaltungen werden nun wieder Appelle zu hören sein. Doch das reicht nicht. Um die Erinnerung vor Angriffen von rechts und auch links außen zu schützen, ist mehr nötig.