Wahl in der Türkei :
Erdogans größte politische Niederlage

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Am Morgen war der Präsident noch guter Dinge: Erdogan mit seiner Familie kurz nach der Stimmabgabe
Am Morgen war der Präsident noch guter Dinge: Erdogan mit seiner Familie kurz nach der Stimmabgabedpa

Koalition, Minderheitsregierung oder Neuwahlen? Die AKP von Präsident Erdogan verliert bei der Wahl in der Türkei die absolute Mehrheit. Auch zieht eine neue Partei ins Parlament ein. Was bedeutet das für die Zukunft des Landes? Eine Analyse.

Die das Siegen gewohnte „Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung“ hat gewonnen und doch verloren. Zwar ist die AKP bei der türkischen Parlamentswahl am Sonntag – wie bei ausnahmslos jeder Abstimmung, an der sie seit ihrer Gründung im Jahr 2001 teilgenommen hat –, wieder einmal stärkste Kraft geworden. Sie erhielt sogar deutlich mehr Stimmen als bei ihrer ersten Parlamentswahl 2002, als 34 Prozent der Wählenden für die damals neue Partei stimmten. Doch während 2002 schon ein gutes Drittel der abgegebenen Stimmen für die absolute Mehrheit der Mandate in Ankara reichte, weil außer der AKP nur der „Republikanischen Volkspartei“ (CHP) knapp ein Sprung über die Zehnprozenthürde zum Einzug ins Parlament gelang, ist die Lage 2015 eine andere.

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Peter Graf Kielmansegg
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