Lager in Syrien : Wo die Sittenpolizei des IS das Sagen hat

In Gefangenenlagern im Nordosten Syriens sitzen Zehntausende IS-Kämpfer und ihre Frauen – auch Deutsche. Muss Berlin die Dschihadisten bald zurücknehmen?
Am Eingang des syrischen Gefangenenlagers Al-Hol stehen zwei amerikanische Militärfahrzeuge. Die Soldaten sind in einer Besprechung mit der kurdischen Direktorin des Lagers, Jihan Hanan. Es geht darum, wie die 39.000 Insassen künftig versorgt werden sollen. Nach dem Gespräch wirkt Hanan erschöpft. Sie lässt sich auf einen der Sessel in ihrem Containerbüro sinken. „Vor drei Tagen hat das State Department alle Gelder gestoppt. Am nächsten Tag haben 300 Mitarbeiter von Blumont ihre Arbeit niedergelegt“, sagt die Direktorin. „Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll.“
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