Dorf am Hambacher Forst : Ausweitung der Kampfzone

Alle reden vom Hambacher Forst, kaum einer von dem Dorf Manheim dahinter, das Flüchtlinge beherbergt. Beide sollen dem Tagebau weichen. Fast alle Konflikte, die das Land spalten, bilden sich hier ab. Wie geht es jetzt weiter?
Als Mustafa Balo den Wald zum ersten Mal sah, war es kalt, es lag Schnee auf den Bäumen. Sie hatten ihnen ein Haus zugewiesen in der Kölnstraße, ein paar Minuten entfernt vom Hambacher Forst. Vom Ortsrand aus sah man den Wald. Wenn es Nacht wurde, war es still dort, jedenfalls dachten sie das; aber wenn sie dem Wald näherkamen, hörten sie die Geräusche der Bagger, das Heulen des Tagebaus, der sich hinter dem Wald in Richtung Dorf fraß. Es war das erste Mal, dass sie Schnee sahen. Sie hatten die Flucht aus dem Irak überlebt, sie waren jetzt in Sicherheit, in einem deutschen Backsteinhaus in einem Dorf, das Manheim heißt.
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