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Weitere Nachrichten : Schrumpfende Gewinne

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Viele deutsche Großunternehmen legen Zahlen vor: Doch die Gewinne schrumpfen bisweilen: so bei Adidas, der Münchener Rück und bei Heidelbergcement.

          13 Min.

          Deutsche Telekom legt dank amerikanischem Geschäft zu

          Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal dank des boomenden Geschäfts in den Vereinigten Staaten weiter zugelegt. Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 15,5 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Damit haben die Bonner noch etwas mehr zugelegt als im Vorquartal, in dem die Telekom dank der Neuaufstellung ihres amerikanischen Geschäfts nach jahrelangen Rückgängen zurück zu Wachstum gefunden hatte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank im Zeitraum von Juli bis September um 2,6 Prozent auf 4,659 Milliarden Euro, was vor allem an Investitionen in die Kundengewinnung lag. Das Europageschäft war weiter rückläufig. Das hart umkämpfte Deutschlandgeschäft blieb fast stabil, dort verbuchte die Telekom nur einen leichten Rückgang. (dpa)

          Munich Re übertrifft trotz Gewinnrückgangs die Erwartungen

          Hagel- und Flutschäden und die anhaltend niedrigen Zinsen haben dem weltgrößte Rückversicherer Munich Re das dritte Quartal schwer gemacht. Dennoch lagen die Ergebnisse, die teils deutlich niedriger ausfielen als im Vorjahr, über den Erwartungen der Analysten. Die selbstgesteckten Jahresziele bestätigte der Konzern, zudem will das Unternehmen eigene Aktien für 1 Milliarde Euro zurückzukaufen, um überschüssiges Kapital an die Anteilseigner auszuschütten.

          Nach Steuern und Dritten hat der Konzern in den drei Monaten mit 636 Millionen Euro rund 40 Prozent weniger verdient als im Vorjahr. Das operative Ergebnis sank im dritten Quartal auf 1,1 Milliarden Euro nach 1,4 Milliarden im Vorjahr. Analysten hatten mit 578 Millionen Euro gerechnet. Für den Rückgang waren unter anderem Schäden in Höhe von 180 Millionen Euro durch Hagelstürme in Deutschland verantwortlich. Belastungen aus dem Verkauf der amerikanischen Tochter Windsor Health Care drückten das Ergebnis zusätzlich.

          Die Schaden-Kosten-Quote stieg durch die höheren Schäden um rund 5 Prozentpunkte auf 94,3 Prozent. Die Quote misst, ob ein Unternehmen im Versicherungsgeschäft profitabel ist und setzt dafür die durch Schäden entstandenen Kosten ins Verhältnis zu den Prämieneinnahmen. Je niedriger die Quote, desto profitabler ist das Versicherungsgeschäft.

          Continental erhöht Marge-Prognose

          Getrieben von wachsender Nachfrage und günstigen Einkaufspreisen hat der Autozulieferer Continental seine Margen-Prognose für das Gesamtjahr leicht erhöht. Beim Umsatz ist das Unternehmen allerdings wegen des starken Euro etwas pessimistischer. Hier wird jetzt mit einem etwas geringeren Anstieg gerechnet.

          Im dritten Jahresviertel verbuchte der Konzern als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) gut 886 Millionen Euro und damit knapp 16 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Bis Jahresende will Conti nun eine sogenannte bereinigte Ebit-Marge von „mindestens 10,5 Prozent“ erreichen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hannover mit. Bisher war von „über 10 Prozent“ die Rede.

          Der Konzern verwies bei seinen Aussichten auf neuen Schub für seine wichtige Reifensparte und relativ günstige Kautschukpreise. Beim Umsatz wird jetzt ein Anstieg auf auf etwa 33,5 Milliarden Euro erwartet. Bisher lag das Ziel bei rund 34 Milliarden Euro. Als Grund dafür nannte Conti-Chef Elmar Degenhart die unerwartet starke Aufwertung des Euro. (dpa-AFX)

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