Vor Corona : Unser Müll ist in Asien nicht mehr willkommen

In Berlin trinkt einer seinen Kaffee-to-go. In Malaysia kann ein anderer nicht mehr atmen und wird krank. Da gibt es einen Zusammenhang. Unsere Autoren haben ihm im August 2019 nachgespürt.
Meistens riecht man sie, bevor man sie sieht: die Müllberge, die sich vor den Reisfeldern auftürmen, die sich in den Innenhöfen sammeln oder die in illegalen Fabriken verbrannt werden. Der Gestank zieht über die Felder und sitzt in den Häusern. Anwohner klagen über Atemnot, Hautausschlag und tränende Augen. Manche sind abgemagert, müssen sich immer wieder übergeben. Ihr Brunnenwasser ist mit Blei, Zink und Eisen vergiftet. Die Krokodile sind verschwunden, weil die Flüsse mit den Abwässern aus den Müllverarbeitungsanlagen verseucht sind. Palmenfrüchte verrotten, bevor sie reif sind.
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