Rodrigo Duterte
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Rodrigo Duterte wurde 2016 zum neuen Präsident der Philippinen gewählt und fällt seither durch eine extrem scharfe Rhetorik und harte Vorgehensweise auf. Der 1945 in Maasin City in der Provinz Leyte geborene Duterte studierte Jura in Manila und war darauf zunächst als Rechtsanwalt tätig. Später arbeitete er als Ausbilder bei der nationalen Polizeiakademie und als Staatsanwalt in Davao City. Nach dem Sturz des Diktators Ferdinand Marcos im Jahr 1986 wurde er von der neuen Regierung zum Vizebürgermeister Davao Citys ernannt. Zwei Jahre später wurde er Bürgermeister, ein Amt, das er mit Unterbrechungen bis 2016 ausübte.

Handlungen als Bürgermeister
Während seiner langen Amtszeit gelang es Duterte, die Kriminalität in Davao City durch hartes Vorgehen einzudämmen. Kritiker unterstellen ihm, dass er zur Bekämpfung der Bandenkriminalität paramilitärische „Todesschwadronen“ einsetzte, die zahlreiche Menschen töteten, darunter auch linke Oppositionelle. Duterte selbst will nach eigenen Angaben ebenfalls mehrere Menschen getötet haben.

Duterte als Präsident
2016 gewann Duterte mit großem Abstand die Präsidentschaftswahlen auf den Philippinen und versprach, seinen „Law & Order“-Stil im ganzen Land einzuführen. So rief er zur Ermordung von Kriminellen, Dealern und Drogensüchtigen auf. In den folgenden Monaten kam es zu zahlreichen Tötungen durch die Polizei, das Militär und die Todesschwadronen. Im Kontrast ist anzumerken, dass sich Duterte auf den streng katholischen Philippinen für LGBT-Rechte engagiert und 2012 in Davao City erstmals eine Anti-Diskriminierungs-Verordnung durchsetzte.

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