Zurück im Oval-Office-Modus: Trump lässt Selenskyj fallen, die EU soll retten
Während Washington die Ukraine öffentlich brüskiert, soll Europa als Notnagel einspringen. Aber auch beim EU-Gipfel herrscht keine Einigkeit.
Nach seinem neuerlichen Zerwürfnis mit Trump sucht der ukrainische Präsident Zuflucht in Brüssel. Auch dort sind aber nicht alle mit ihm zufrieden.
Während Washington die Ukraine öffentlich brüskiert, soll Europa als Notnagel einspringen. Aber auch beim EU-Gipfel herrscht keine Einigkeit.
Die Amerikaner sind so wütend wie noch nie. Zusammen mit einem anderen Trend ergibt das eine toxische Mischung.
Der Kanzler wollte Kiew die Teilnahme an Sitzungen Europäischer Räte und der EU-Kommission ermöglichen. Doch der Widerstand dagegen ist groß.
Unangenehm, aber wahr: Chinesische Händler und Marken bleiben in Europa. Neue Zölle verlagern den Wettbewerb jetzt in Europas Lager und Zustellnetze. Dort zählen Kapital und Größe noch mehr.
Deutschland will Russland von weiteren Angriffen abhalten. Um die Schattentanker in der Ostsee zu stoppen, könnte ein Mittel zum Einsatz kommen, das weltweit berüchtigt ist: die deutsche Bürokratie.
Bis Ende dieses Jahres muss sich die EU auf einen Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034 einigen. Zu ihren traditionellen Aufgaben kommen Verteidigung und Sicherheit hinzu.
Die neue Anti-Geldwäsche-Behörde der EU ist vor einem Jahr mit hohen Erwartungen gestartet, befindet sich aber noch mitten im Aufbau. Worauf es im Kampf gegen die Kriminalität nun ankommt.
Kanzler Merz kritisierte die EU-Außenbeauftragte wegen einer Aussage über Israel scharf. Jetzt wird sie sogar in der EU-Kommission kaltgestellt.
Im Europäischen Rat hat es gekracht. Es geht um die Frage, wer sich um Russland-Diplomatie bemühen soll. Costa will es sein. Merz, Macron und Starmer aber auch.
Neue Vorschriften sollen für mehr Umweltschutz sorgen – doch manche Produkte könnten in der Tonne landen. Wer ist dafür verantwortlich?
Die Teilnahme an Räten, etwas Geld aus dem EU-Haushalt und die Eröffnung aller Beitrittskapitel – damit versüßt der Kanzler eine bittere Botschaft für Kiew.
Mario Draghi erhält den Internationalen Karlspreis. In seiner Laudatio spricht sich Merz dafür aus, Europa als eigenständige Macht zu festigen.
Der ukrainische Präsident drängt beim informellen Europäischen Rat auf ein beschleunigtes Verfahren zum EU-Beitritt. Doch die anderen Staaten wollen keine Sonderbehandlung.
Im März wurde Zypern von iranischen Drohnen angegriffen. Der Präsident wollte Brüssel um Beistand bitten. Doch wie das geht, wusste keiner.
In Ungarn hat sich ein Konservativer gegen einen Rechtspopulisten durchgesetzt. Dahinter steht eine Strategie, die auch in anderen Ländern zum Erfolg führen soll.
Tankrabatt, Inflationsausgleichsprämie, Reform der Einkommensteuer: Union und SPD haben eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, um die Bürger finanziell zu entlasten. Von Ökonomen und aus der Opposition kommt Kritik.
Ob in der Europäischen Kommission oder in der Bundesregierung: Warum wollen fast alle Politiker die Wettbewerbsfähigkeit steigern? Weil sich fast jede Wirtschaftspolitik damit rechtfertigen lässt.
Tankstellen dürfen nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen. Die SPD ist irritiert wegen der Merz-Äußerung über Syrer. Und Selenskyj will Russland ein Angebot für eine Oster-Waffenruhe übermitteln. Der F.A.Z.-Frühdenker.
Neunzig Minuten haben die Staats- und Regierungschefs dem ungarischen Regierungschef schwere Vorhaltungen gemacht. Genutzt hat es nichts.
Belgien war dagegen, das eingefrorene russische Vermögen für die Ukraine zu nutzen. Es wurde von Moskau unter Druck gesetzt. Aber es gäbe eine Lösung.
Vor dem Europäischen Rat in Brüssel hält Merz eine Regierungserklärung. Er betont die Rolle der EU – und bekommt Lob für seine Selbstbehauptung gegenüber Amerika.
Nach seinem „Nein zum Krieg“ stoppen Pedro Sánchez' Sozialisten in Kastilien-León den Abwärtstrend. Vor dem EU-Rat sucht er jetzt Verbündete gegen Berlin.
Die EU-Kommission will den Beitrittsprozess fundamental überholen. Deutschland und viele andere Staaten sehen das kritisch. Jetzt wirbt die zuständige Kommissarin in Berlin um Zustimmung.
Ungarns Regierungschef mildert seinen Ton. Und macht ein Angebot, mit dem der Streit über den 90 Milliarden Euro schweren Ukraine-Kredit beigelegt werden könnte. Kiew reagiert zurückhaltend.
Zwei Tage lang haben die Spitzen der Europäischen Volkspartei über Reformen beraten. Parteichef Weber hatte weitreichende Pläne – doch Merz bremste ihn aus.
In den Konflikten mit Washington erschien die EU lange uneins und wehrlos. Dabei verfügt sie über ein Arsenal von Waffen, um sich zur Wehr zu setzen. Sie können Amerikas Wirtschaft hart treffen.
Das Abkommen der EU mit dem südamerikanischen Staatenbund ist nach 25 Jahren Verhandlungen unterzeichnet. In der deutschen Wirtschaft herrscht verhaltener Optimismus. Einige sehen aber auch Nachteile.
Ein halbes Jahr lang führt Zypern den Ministerrat. Es geht um mehr als das Thema Türkei. Bessere Beziehungen nach Nahost und zu den Partnern am Mittelmeer haben Priorität.
Stabile Währung, Weltmacht oder Binnenmarkt – in Bonn, Paris und London gab es verschiedene EU-Konzepte und Ängste, wie Viktor Jaeschke zeigt.
Der Kanzler hat das Ringen um das Reparationsdarlehen verloren. Die EU macht neue Schulden für Kiew, statt russisches Geld dafür einzusetzen. Ausgespielt wurde er von Belgien und Ungarn.
Im Ringen um die Finanzierung der Ukraine gibt es einen Kompromiss. In Moskau hält Wladimir Putin seine alljährliche Fernseh-Audienz ab. Und in Frankreich entscheidet die Justiz, ob der Billig-Versender Shein pausieren muss. Der F.A.Z. Frühdenker.
Schulden machen oder russische Vermögen einsetzen? Der belgische Regierungschef klagt zwar über den deutschen Kanzler, bewegt sich aber.
Bis zu 210 Milliarden Euro soll die Ukraine bekommen, abgesichert mit russischem Vermögen. Noch ist ungewiss, ob die notwendige Mehrheit dafür zusammenkommt.
Nach 26 Jahren Verhandlungen haben die EU-Vertreter das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten verabschiedet. Doch was steht eigentlich darin? Die wichtigsten Fakten und Kritikpunkte.
Erstmals können sich die EU-Staaten nicht mehr auf eine gemeinsame politische Einschätzung zu allen neun Beitrittskandidaten einigen. Ungarn schert aus – vor allem wegen der Ukraine.
Unterstützung für eine mächtige ukrainische Armee, eine Beistandsverpflichtung mit Hintertür und ein amerikanisches Frühwarnsystem: Was in Berlin beschlossen wurde – und was nicht.