Terror in Nigeria : Die grausame Spur der Boko Haram

Die islamistische Terrorgruppe hat sich längst zu einer existentiellen Bedrohung weit über Nigeria hinaus entwickelt. Ihre Anschläge werden immer ausgeklügelter. Polizei und Geheimdienst stehen vor lauter Rätseln.
Die Schreckensmeldungen aus Nigeria reißen nicht ab. Während sich die Welt um das Schicksal der vor drei Wochen von der radikal-islamischen Sekte Boko Haram entführten 223 Schulmädchen sorgt und Hilfe bei der Suche nach den Geiseln anbietet, geht das Morden im Norden Nigerias weiter. Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, waren am vergangenen Dienstag mindestens 300 Menschen in einer Kleinstadt namens Gamboru Ngala an der Grenze zu Kamerun getötet worden, als eine Kolonne von Bärtigen über die Stadt herfiel. Die Angreifer waren mit erbeuteten Panzerspähwagen angerückt, schossen auf alles, was sich bewegte, und brannten die halbe Stadt nieder. Zwölf Stunden soll der Angriff nach Schilderung des nigerianischen Senators Ahmed Zannah gedauert haben, bevor die Islamisten unbehelligt wieder abzogen. Und wie üblich weiß die nigerianische Armee weder, woher die Kolonne kam, noch wohin sie floh.





