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Umgang mit eigenen Erfolgen : Warum sich die Linkspartei selbst der größte Feind ist

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow Bild: dpa

In der Thüringer Krise gab sich die Linke als pragmatische Retterin der Demokratie gegen Rechtsaußen. Doch dann schlugen die Radikalen und Sektierer in der Partei wieder zu – und die Führungsriege brachte sich darüber selbst in Schwierigkeiten.

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          Es ist erst gut einen Monat her, da erschien die Welt der Linken in rosarotem Glanz. In Thüringen hatten sich CDU und FDP so gründlich blamiert, dass die Linkspartei als Retterin der Demokratie vor drohendem Höcke-Faschismus samt dessen bürgerlichen angeblichen Hilfstruppen auftrat. Und Bodo Ramelow, der schnöde ums Amt gebrachte Ministerpräsident der Herzen, erschien vielen als lupenreiner Sozialdemokrat, den nur die Laune des Schicksals in die Partei vom linken Rand gespült hatte.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Er und die ganze Partei gerierten sich als Garant dafür, dass in Deutschland unselige Zeiten nicht wieder anbrechen würden. Selbst ein auf den Boden geworfener Blumenstrauß wurde zur heroischen antifaschistischen Tat gekürt.

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