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Unruhe in der CDU : Sieger gibt es keine mehr

Mehr als tausend Worte: Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz schauen sich auf einer Regionalkonferenz im April 2019 in die Augen. Bild: dpa

Eine zerstörerische Unruhe hat die CDU nach der Thüringen-Wahl erfasst. Waren die Kampfkandidaturen um den Parteivorsitz im vergangenen Jahr ein Fehler?

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          Vor einigen Jahren ging ein Riss durch die baden-württembergische CDU. Damals wurde ein Nachfolger für den Ministerpräsidenten Erwin Teufel gesucht. Der wollte, dass Annette Schavan es wird und nicht sein bisheriger Kronprinz, Günther Oettinger. Also schlug er eine Mitgliederbefragung vor. Das sollte die Partei beleben und wurde allenthalben für eine gute Idee gehalten.

          Justus Bender

          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der damalige Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Volker Kauder, erwartete ein „würdiges, faires, transparentes Verfahren“. Der spätere Ministerpräsident Stefan Mappus hoffte auf einen „neuen Aufschwung“. Es gab Rededuelle auf Regionalkonferenzen. Oettinger hatte immer zwei Busladungen Jubel-Schwaben dabei, die besonders laut für ihn klatschten. Schavan hatte das nicht. Sie sagte: „Meine Freunde halten sich zurück.“

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