Leserbrief : Leserbriefe vom 21. November 2024

SPD zweifelt an Scholz +++ Grünen-Parteitag in Wiesbaden +++ Wahlkampf-Auftakt
An den Fall Schulz denken
Zu „Der brüchige Frieden mit Scholz“ von Berthold Kohler (F.A.Z. vom 18. November): Diejenigen in der SPD, die empfehlen oder sogar fordern, Olaf Scholz als Kanzlerkandidat durch Verteidigungsminister Boris Pistorius zu ersetzen, sollten Folgendes bedenken: Zum einen zeigt die jüngste Präsidentschaftswahl in den USA, dass es keineswegs zum Erfolg führen muss, wenn man kurz vor der Wahl den unpopulären amtierenden Regierungschef durch einen anderen Spitzenkandidaten ersetzt. Ferner sollte das negative Beispiel mit dem Spitzenkandidaten Martin Schulz im Jahre 2017 zu denken geben: Der galt bei seiner umjubelten Nominierung als chancenreich und holte dann mit 20,5 Prozent das schlechteste SPD-Ergebnis der Nachkriegszeit. Niemand kann wissen, wie sich der in dieser Hinsicht unerfahrene Pistorius in einem Bundestagswahlkampf schlagen wird.
Professor Dr. Wolf-Rüdiger Heilmann, Berlin





