Überfall durch Moskau? : Wie die Ostukrainer mit der Bedrohung aus Russland leben

Im Osten der Ukraine leben die Menschen besonders nah an der russischen Grenze. Ist die Angst vor einem Überfall allgegenwärtig? Unterwegs im Grenzgebiet.
Kurz vor der russischen Grenze, von Feldern umgeben, steht an der Fernstraße das letzte Gasthaus. Das Motel „Otschag“, frei übersetzt „heimischer Herd“, hat sechs Gästezimmer und eine Banja, ein Dampfbad. Vor dem Gebäude steht das dazugehörige Café. Hinter dem Tresen steht Ljubow Iwaniwna, die Besitzerin. Wie gehen die Geschäfte? „Schlecht“, sagt sie. Vor 27 Jahren hatten ihr Mann und sie sich diesen Ort ausgesucht und zunächst eine Schaschlik-Bude aufgestellt. „Die Lage war ideal“, sagt die zierliche Frau, „750 Kilometer nördlich liegt Moskau, 750 Kilometer südlich liegt die Krim, und wir genau in der Mitte.“
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