Russland und der Westen :
Die große Ernüchterung

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Russisches Militärmanöver bei Rostow am Don, wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt
Russisches Militärmanöver bei Rostow am Don, wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entferntAP

Washington fühlt sich von Moskau belogen und getäuscht. Das Verhältnis zu Russland wird gerade komplett neu bewertet. Weitere Sanktionen sollen Putin zur Vernunft bringen - doch deren Hauptlast tragen die Europäer.

In den zurückliegenden Wochen sind viele Hoffnungen, Pläne und Wünsche im Verhältnis des Westens zu Russland zu Grabe getragen worden. Das russische Vorgehen in der Ukraine – die Einverleibung der Krim, die fortgesetzte Destabilisierung im Osten des Landes – hat eine internationale Krise heraufbeschworen, wie sie viele nicht mehr für möglich gehalten haben und auf die der Westen so nicht vorbereitet war. Die Vorstellung, Russland sei ein strategischer Partner Europas, wird unter dem Eindruck des Geschehens und angesichts einer wilden, antiwestlichen Rhetorik abgelöst von der Sicht, dass zumindest das Russland des Wladimir Putin vor allem ein Rivale und Herausforderer Europas ist, dessen Werten und Interessen er sich entgegenstellt. Mit den Worten der Bundeskanzlerin nimmt sich das so aus: Wladimir Putin ist nicht von dieser Welt, mag er auch innenpolitisch zurzeit von einer großen Woge der Zustimmung getragen werden.

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