Syrische Kurden : Frei, aber verwundbar

Nach den jüngsten Erfolgen im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ reicht das Territorium der syrischen Kurden vom Euphrat bis zum Tigris. Doch die Dschihadisten schlagen an allen Fronten zurück.
Mit einem Handgriff sind die Sturmgewehre entriegelt. „Dort drüben, ein Mann, lauft los!“, ruft der Kommandeur des kleinen Stoßtrupps. In Sekundenschnelle springen drei Kämpfer des „Assyrischen Militärrats“ von der Ladefläche ihres Pritschenwagens und eilen den schmalen Schotterweg entlang. Ihre Waffen halten sie auf das flache Haus gerichtet, hinter dem sich jemand bewegt hat. Der Wind pfeift durch die Blätter der Bäume am Wegrand, Vögel zwitschern, und aus der Ferne hört man das Rauschen eines Kampfflugzeugs. Keine dreißig Kilometer entfernt, in der Provinzhauptstadt Hassakeh, bombardiert die syrische Luftwaffe Stellungen des „Islamischen Staats“ (IS). Selbstmordattentäter hatten dort vor kurzem mit Sprengstoff beladene Lastwagen in Kontrollpunkte des Regimes gefahren.





