Diktatorenkinder :
Assad, Kim, Gaddafi – wenn die westliche Ausbildung versagt

Von Martin Benninghoff
Lesezeit: 7 Min.
Damals gab es noch was zu lachen: Baschar al Assad, seine Frau Asma, und die britische Queen Elizabeth im Jahr 2002 in London. Dort hat der syrische Staatspräsident studiert.
Baschar al Assad hat in London studiert, Gaddafis Sohn wurde dort promoviert, und Kim Jong-un ging in der Schweiz zur Schule. Nutzt alles nichts! Warum werden aus Diktatorensöhnen trotzdem wieder nur neue Diktatoren?

Wer in der Schweiz bestätigen lassen will, was ohnehin so wahrscheinlich ist, dass es alle wissen, stößt auf eine Mauer des Schweigens. Noch immer, neun Jahre nach dem großen Coup.

Es ist das Jahr 2009, noch regiert in Nordkorea Kim Jong-il, aber die Jahre mit französischem Cognac haben bei ihm Spuren hinterlassen. Der Diktator ist alt geworden, die Folgen eines Schlaganfalls machen ihm zu schaffen, die Frage nach seiner Nachfolge drängt. Kim Jong-un, der drittälteste Sohn, erscheint auf der Bildfläche, reist immer häufiger im Tross des greis wirkenden Diktators mit. Da berichten zuerst japanische, danach südkoreanische Medien, dass der kommunistische Kronprinz des verarmten Landes in der Schweiz zur Schule gegangen sein soll, und zwar auf die Steinhölzli Schule in Liebefeld, Kanton Bern.

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