„Waterboarding“ : Bericht verdammt Foltermethoden der CIA

Der amerikanische Senat hat den bisher umfassendsten Bericht über die Verhörmethoden des Geheimdienstes veröffentlicht. Demnach hat die CIA Regierung und Kongress systematisch belogen.
Fast sechs Jahre lang hatte Dianne Feinstein auf diesen Moment gewartet. Wenige Tage, bevor die Senatorin den Vorsitz im Geheimdienstausschuss des Senats an einen Republikaner abgeben muss, stellte die 82 Jahre alte Demokratin aus San Francisco am Dienstag die wichtigsten Schlussfolgerungen aus dessen Untersuchungsbericht zu den Praktiken der CIA im Antiterrorkampf vor. Die „erweiterten Verhörmethoden“, wie sie offiziell hießen, seien kein effektives Mittel gewesen, um Terrorverdächtige zur Preisgabe wichtiger Informationen zu zwingen. Keines der zwanzig Beispiele, mit denen der Geheimdienst dem Weißen Haus, dem Justizministerium, dem Kongress oder der Öffentlichkeit die Wirksamkeit der Verhörmethoden nach den Anschlägen vom 11. September 2001 plausibel zu machen versucht hatte, habe tatsächlich als Beleg dafür getaugt, dass nur durch Anwendung „harscher“ Methoden das Leben vieler Amerikaner zu retten gewesen sei. In einigen Fällen seien die angeführten Erkenntnisse gar nicht von Verdächtigen gewonnen worden, die den brutalen Methoden ausgesetzt worden waren. In allen anderen Fällen hätten die Verdächtigen ihre Aussage vor Anwendung der harschen Methoden gemacht oder lediglich Informationen bestätigt, welche die CIA bereits aus anderen Quellen hatte.





