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F.A.Z.-Frühdenker : Schleswig-Holstein öffnet für Touristen

Urlaub auf Sylt: Das kommt einem jetzt wieder wahrscheinlicher vor. Bild: dpa

Die Inzidenzen sinken, die Lebenslust wächst, Gesundheitsminister Spahn mahnt zur Vorsicht. John Kerry besucht Deutschland. Und katholische Frauen predigen. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          7 Min.

          Das Wichtigste für Sie an diesem Montag: Angesichts sinkender Inzidenzen schwankt Deutschland zwischen Lebenslust und Vorsicht. Auch hierzulande führt der Nahostkonflikt zu Gewalt. Und der Klimaschutzbeauftragte der US-Regierung, John Kerry, besucht Deutschland.

          Tatjana Heid
          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          1. Zwischen Lebensfreude und Vorsicht
          2. Antisemitische Ausschreitungen in Deutschland
          3. Kürzere Amtszeiten für Bundeskanzler?
          4. Amerikanischer Klimaschutzbeauftragter in Deutschland
          5. Katholische Frauen veranstalten „Predigerinnentag“

          6. Rapper als erfolgreiche Vermarkter
          7. Das wird diese Woche wichtig

          Oh, wie schön ist Schleswig-Holstein: Das Land öffnet sich wieder für den Tourismus.
          Oh, wie schön ist Schleswig-Holstein: Das Land öffnet sich wieder für den Tourismus. : Bild: dpa

          1. Zwischen Lebensfreude und Vorsicht

          Die Inzidenzen sinken, die Lebenslust wächst. Während Schleswig-Holstein sich für Touristen aus ganz Deutschland öffnet, mahnt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Vorsicht.

          Tourismus: Schleswig-Holstein lockert an diesem Montag die Corona-Regeln, vor allem im Tourismus und in der Gastronomie. Gaststätten dürfen unter strengen Auflagen auch ihre Innenbereiche öffnen. Geimpfte, Genesene und negativ Getestete aus ganz Deutschland können in Schleswig-Holstein Urlaub machen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei deutlich unter 50. In Mecklenburg-Vorpommern öffnen Beherbergungsgebiete vom 7. Juni an wieder für Gäste aus dem eigenen Bundesland, eine Woche später für Urlauber aus ganz Deutschland.

          Vorsicht: Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) warnt vor einem „Wettlauf der Lockerungen“. Die Infektionszahlen seien noch zu hoch, schrieb er in einer sieben Seiten langen Gebrauchsanweisung für seine Amtskollegen in den Bundesländern. Darin empfiehlt er unter anderem für jene Gebiete, in denen die Infektionsrate stabil unter 100 liegt, private Treffen weiterhin auf zwei Haushalte zu beschränken. Die Außengastronomie solle für Genesene, Geimpfte und negativ Getestete geöffnet werden, die Innengastronomie jedoch geschlossen bleiben. Falle die Infektionshäufigkeit anhaltend unter 50, könne der Betrieb von Gaststätten und Hotels sowie der Besuch von Veranstaltungen in Innenräumen möglich werden.

          Europa: Auch in England und weiten Teilen Großbritanniens treten an diesem Montag Lockerungen in Kraft, unter anderem für Theater, Kinos und Museen. In Österreich öffnen Hotels und Gaststätten am Mittwoch, nachdem sie mehr als ein halbes Jahr lang geschlossen waren. Binnen Stunden waren die Zimmer in vielen Hotels und Spas ausgebucht.

          Pro-palästinensische Demonstration am Samstag in Berlin-Neukölln: 93 Polizisten wurden verletzt, knapp 60 Menschen festgenommen.
          Pro-palästinensische Demonstration am Samstag in Berlin-Neukölln: 93 Polizisten wurden verletzt, knapp 60 Menschen festgenommen. : Bild: dpa

          2. Antisemitische Ausschreitungen in Deutschland

          Während zwischen Israel und dem Gazastreifen Raketen fliegen, kommt es hierzulande zu antisemitischen Ausschreitungen.

          Antisemitismus: In Deutschland haben Proteste gegen den Nahostkonflikt in Hass und Gewalt geendet. Auf pro-palästinensischen Demonstrationen wurden antisemitische Parolen gebrüllt, es kam zu gewalttätigen Ausschreitungen. In Mannheim zündete ein Mann eine israelische Flagge an, er wurde festgenommen. „Solidarität mit Palästinensern oder Kritik an der israelischen Regierung sind keine Rechtfertigung für Gewalt“, sagte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, der F.A.Z. Es komme nun darauf an, den Schutz jüdischer Einrichtungen anzupassen und Straftäter schnell vor Gericht zu bringen. Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte ein hartes Vorgehen an.

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