Leserbriefe vom 7. September 2023
26. Frage +++ Phantomdebatte +++ Problem mit unserem Miteinander +++ Stockholm-Syndrom +++ Gemeinwohlschranke +++ Kardinaltugenden +++ Reaktivierung notwendig
26. Frage +++ Phantomdebatte +++ Problem mit unserem Miteinander +++ Stockholm-Syndrom +++ Gemeinwohlschranke +++ Kardinaltugenden +++ Reaktivierung notwendig
Das Corpus Delicti im Aiwanger-Skandal wird oft als Reaktion auf den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gedeutet. Die Verbindung ist nicht so offensichtlich, wie die „Süddeutsche Zeitung“ behauptet.
Hubert Aiwanger lässt sich auf dem Volksfest Gillamoos feiern. In der politischen Mitte sieht sich der Freie-Wähler-Chef nach wie vor. Trotz Erding und trotz des antisemitischen Flugblatts.
Hubert Aiwanger und Markus Söder erklären die Diskussion um das antisemitische Flugblatt für beendet. Doch einige Fragen bleiben offen.
Aiwanger schade durch seine Reaktion auf die Flugblatt-Affäre der Erinnerungskultur in Deutschland, sagt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung.
Was ist Konzernliteratur, und wohin führt der Weg der Verdichtung? Ein Gespräch mit der Buchwissenschaftlerin Corinna Norrick-Rühl über „Big Fiction“ auf dem amerikanischen und dem deutschen Buchmarkt.
Im Interview erklärt die CSU-Kennerin Ursula Münch, warum Söders 25 Fragen an Aiwanger ein cleverer Schritt waren – und warum die Erklärungen des Freie-Wähler-Chefs für seine Anhänger stimmig wirken dürften.
Hans-Georg Maaßen soll angeblich den Verfassungsschutz beschäftigen. Die genauen Umstände sind unklar. Sollte der Inlandsnachrichtendienst tatsächlich Interesse an Maaßen haben, muss er strenge Voraussetzungen beachten.
„Ich war nie Antisemit“: In der Affäre um ein antisemitisches Flugblatt aus Schulzeiten hat Hubert Aiwanger abermals die Vorwürfe zurückgewiesen. Aber er bereue zutiefst, wenn er durch sein Verhalten Gefühle verletzt habe. Zurücktreten will er nicht.
Die „Süddeutsche Zeitung“ steht wegen ihrer Berichterstattung über Hubert Aiwanger in der Kritik. Beim Deutschen Presserat gehen Beschwerden ein. Das Gremium will aber wissen, was genau die Beschwerdeführer stört.
Die Freien Wähler haben nicht nur Hubert Aiwanger. Aber niemand könnte ihn derzeit ersetzen.
Die Aiwanger-Brüder lassen im Fall des antisemitischen Flugblatts noch einige Fragen offen. Ministerpräsident Söder hat für Dienstag eine Sondersitzung des Koalitionsausschusses angesetzt.
Nach Vorwürfen gegen Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger bezichtigt sich dessen Bruder Helmut, ein Flugblatt mit antisemitischem Inhalt verfasst zu haben. Die bayerische SPD will eine Sondersitzung des Landtags zu dem Fall.
Nach Vorwürfen gegen Aiwanger, als Schüler ein antisemitisches Flugblatt verfasst zu haben, meldet sich dessen Bruder als Urheber. Für den Präsidenten des Zentralrats der Juden ist der Text heute „nicht minder verwerflich“ als vor 35 Jahren.
Die Anwälte des Rammstein-Sängers Till Lindemann setzen vor Gericht eine Verfügung nach der anderen durch. Nach „Spiegel“ und SZ ist jetzt wieder der NDR dran: Ein aufgeworfener Vergewaltigungsverdacht gehe zu weit, so das Gericht.
Hat Reinhart Koselleck sein Erfahrungswissen benutzt, um die Erfahrungsgeschichte zu sabotieren? Anmerkungen zu einem Artikel von Norbert Frei.
Der Philosoph Julian Nida-Rümelin beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit Cancel Culture. Ist sie das „Ende der Aufklärung“? Ein Gespräch über Demokratie, Toleranz, die Rolle der Medien und Künstliche Intelligenz.
War Martin Walser ein Antisemit, wie es ihm auch nach seinem Tod vorgeworfen wird? Die lebenslange Befassung des Schriftstellers mit Auschwitz spricht klar dagegen.
Auf der Straße, am Grill und nun auch im Hamburger Ohnsorg-Mundarttheater – Traditionalisten und Modernisten ringen heute auf vielen Schauplätzen. Die Frage ist nur, wer in diesen Auseinandersetzungen wer ist.
Ein Diskussionspapier sieht Abschiebungen auch ohne eine strafrechtliche Verurteilung vor. Damit sollen Maßnahmen aus der Terrorismusbekämpfung auf die organisierte Kriminalität ausgeweitet werden.
Der Bundestrainer sollte sich nicht alles gefallen lassen, weil er sich in seinem Amt auch nicht alles gefallen lassen darf. Doch er führt nun eine Debatte, die er eigentlich nicht gewinnen kann.
Hansi Flick wehrt sich gegen Kritik an seiner Arbeit als Bundestrainer – mit ungewöhnlich scharfen Worten. Man darf seine Aussagen als Antwort auf Union-Berlin-Manager Oliver Ruhnert verstehen.
Von Dürr über Mehdorn bis Lutz: Als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn steht man im Kreuzfeuer der Kritik wie kein zweiter Manager in Deutschland. Und das seit 30 Jahren. Zu Recht?
Die Bonner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den bekannten und umstrittenen Kinderpsychiater Michael Winterhoff erhoben – wegen des Verdachts der Körperverletzung in 36 Fällen.
Bayerische Ermittler haben Telefonate von Aktivisten der Letzten Generation abgehört. Das bestätigt die Generalstaatsanwaltschaft München am Sonntag. Betroffen von der Maßnahme waren auch Gespräche mit Journalisten.
Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge haben bayrische Ermittler über Monate hinweg Telefongespräche zwischen Klimaaktivisten und Journalisten abgehört. Die Letzte Generation zeigt sich empört.
„Hart aber fair“ fragt sich diese Woche, was denn mit den Männern los ist. Und zeigt, wie man ein relevantes Thema völlig verpuffen lassen kann.
„Böse Fee“ oder „Rammstein-Russin“: Alena Makeeva wird in den Medien zur Schlüsselfigur inszeniert. Wo befindet sie sich nun – und wie ist ihr Verhältnis zu Lindemann?
In einem Bericht von SZ und NDR werfen mehrere Frauen dem Rammstein-Sänger Till Lindemann vor, gezielt junge Frauen für Sex bei seinen Konzerten rekrutiert zu haben. Zwei Fälle sollen nicht einvernehmlich gewesen sein.
Gegen den Sänger von Rammstein werden Vorwürfe sexueller Übergriffe laut. Höchste Zeit, sich die komplizierte Geschichte der Groupies genau anzuschauen – und aufzuhören, Frauen zu Opfern der eigenen Freizügigkeit zu erklären.
Von wegen wissenschaftlich: Bas Kast hat mit „Kompass für die Seele“ einen neuen Bestseller geschrieben. Dem eigenen Anspruch wird das Buch allerdings nicht gerecht.
Mehr als 30.000 Angestellte und Beamte arbeiten derzeit in den Bundesministerien und im Kanzleramt. Kritik kommt aus der Opposition und vom Bund der Steuerzahler.
Im sogenannten Tagebuchstreit zwischen dem Hamburger Bankier Olearius und der „Süddeutschen Zeitung“ haben die Journalisten vor dem Bundesgerichtshof in vollem Umfang recht bekommen. Sie durften zitieren.
Der Tiger ist anfällig für Pannen und soll grundlegend überarbeitet werden. An dem entsprechenden Programm teilzunehmen, hält das Verteidigungsministerium aber für sehr riskant „hinsichtlich Kosten und Zeit“.
Arbeitsminister Heil und Innenministerin Faeser warnen vor Diskriminierung und unzulässiger Kontrolle von Arbeitnehmern durch Künstliche Intelligenz. Ein internes Papier zeigt, wie sie dagegen vorgehen wollen.
Der Bundesgerichtshof befindet, ob die „Süddeutsche“ aus Tagebüchern des früheren Warburg-Bankers Olearius zitieren durfte. Der SZ-Anwalt sagt, es zähle das überragende Interesse der Öffentlichkeit – am Einfluss der Politik und von Olaf Scholz.