Falls Koalitionsverhandlungen scheitern : Grüne signalisieren Union Gesprächsbereitschaft

Die Grünen sind zu Gesprächen bereit, sollten die Koalitionsverhandlungen von Union und SPD noch scheitern. „Wir werden nicht unsere Türen verbarrikadieren“, sagte Fraktionschefin Göring-Eckardt.
Für den Fall des Scheiterns der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD haben die Grünen CDU und CSU ihre Gesprächsbereitschaft angeboten: „Wir werden nicht unsere Türen verbarrikadieren“, sagte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt der „Bild am Sonntag“. Allerdings bleibe sie „sehr skeptisch“.
Ihre Zurückhaltung begründete Göring-Eckardt mit dem „Vorrang für erneuerbare Energien“, den die Grünen hätten. „Auch in der Flüchtlingspolitik muss es echte Veränderungen geben und die doppelte Staatsbürgerschaft sowie die Ehe für alle müssen selbstverständlich sein.“
Auch Parteichef Cem Özdemir hatte nach dem Ende schwarz-grüner Sondierungen im Oktober mögliche weitere Gespräche mit der Union nicht ausgeschlossen, sollten die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD scheitern.
Die SPD machte am Samstag eine große Koalition mit der Union von der Umsetzung sozialdemokratischer Kernforderungen abhängig. SPD-Chef Sigmar Gabriel nannte auf dem Parteitag in Leipzig besonders einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro und die Hinnahme der doppelten Staatsbürgerschaft als Bedingungen für ein Regierungsbündnis.





