David McAllister : Unten durch

Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister will nicht wie sein Vorgänger sein. Er mache lieber Urlaub an der Nordsee als auf Ibiza, sagt er. Er habe eine Allergie gegen rote Teppiche. Und doch holt Wulff ihn überall ein.
Achtundzwanzig Minuten hat der Jahresausblick gedauert. David McAllister legt zufrieden die Armbanduhr um. Gleich dürfen ihm die Mitglieder der Landespressekonferenz Fragen stellen zum Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven oder zum Studiengang islamische Theologie in Osnabrück. Vorher sagt der niedersächsische Ministerpräsident noch, er würde sich wünschen, dass „wir uns auch 2012 gegenseitig kritisch begleiten“. Gegenseitig? Er stockt kurz, korrigiert sich: „Natürlich Sie mich“. Es lässt sich hier, im Restaurant des Landtags, fast kein Satz mehr sprechen, der nicht irgendwie schräg klingt. Manche Kollegen hätten ja auch gar keine Mailbox, fügt McAllister noch schnell hinzu. Die Kollegen lachen.




