Tirana: Alle Nachrichten und Informationen der F.A.Z. zum Thema

Theater-Besetzung in Albanien „Das ist Diebstahl an der Öffentlichkeit“

Die Bewegung „Allianz zum Schutz des Theaters“ hält seit Mittwoch das albanische Nationaltheater in Tirana besetzt. Ein Gespräch mit dem Aktivisten Besjan Pesha über die aktuelle Lage und die Gründe für den Protest. Mehr

26.07.2019, 16:50 Uhr | Feuilleton
Tirana

Tirana ist die Hauptstadt und das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum von Albanien. Als Tirana 1920 zur Hauptstadt des Landes bestimmt wurde, hatte es nicht einmal 2000 Einwohner und ähnelte einem großen Dorf. Bei der jüngsten Volkszählung wurden 418.495 Einwohner erhoben.1990 kam auch das kommunistische System in Albanien ins Wanken. Nach ersten Demonstrationen in Tirana und nachdem im Frühjahr einige junge Leute in die griechische und die italienische Botschaft geflohen waren, sprangen am 1. Juli vier junge Männer über die Mauer in die deutsche Botschaft, wobei einer von ihnen durch Schüsse der Sigurimi, die Geheimpolizei Albaniens, verletzt wurde. Die Freiheit, die 1990 gewonnen wurde, brachte einen Zustand der Anarchie in die Stadt, während die Barbarei der 90er den Verlust von Hoffnung für die Stadt brachte.

Sehenswürdigkeiten der "Stadt der Farben":
Heute gilt Tirana als Stadt der farbigen Häuser, die zusammen mit den neu gestalteten Parkanlagen und Plätzen ein abwechslungsreiches Bild und eine freundliche Stimmung vermitteln. Mit ihrem mediterranen Flair erinnert sie mehr an süditalienische Städte als an Balkan-Metropolen wie Podgorica, Skopje oder Prishtina. Das liegt gewiss auch am italienischen Kolonialstil, der das Gesicht der Stadt zwischen den beiden Weltkriegen geprägt hat. Vor allem aber führen die vielen Straßencafés zu dieser Atmosphäre. In gewisser Weise verdankt Tirana seinen Charme dem Wahnsinn des kommunistischen Diktators Enver Hodscha, der Albanien autark machen wollte und es damit aus der Armut ins Elend stieß. Weil Hodscha die Ressourcen fehlten, ist Tirana weitgehend frei von den gewaltigen sozialistischen Monumenten, die in anderen Hauptstädten des Ostens das Stadtbild verhunzen. An Sehenswürdigkeiten fallen besonders auf: der Kulturpalast mit Oper und Nationalbibliothek, die Orthodoxe Kathedrale Auferstehung Christi, die Katholische Kathedrale St. Paulus, die Et'hem-Bey-Moschee und die vielen Ministerien.

Mercedes-Manie in der Hauptstadt:
Wer nicht irgendwo in Tirana herumsitzt, fährt Mercedes. Denn Mercedes heißt das unumstrittene und allgegenwärtige Symbol des neuen, postkommunistischen Albanien. Mehr als die Hälfte des albanischen Autobestandes, ob in der Hauptstadt Tirana oder im hintersten Gebirgstal, besteht aus Mercedes. Es sind meist betagte Veteranen der Landstraße, zehn, zwanzig, dreißig Jahre alte Modelle, die auf den holprigen, manchmal gar nicht vorhandenen Straßen des Balkans einen beschwerlichen Lebensabend souverän meistern.

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