Scholz gegen Merz : Wahlkampf um die Wirtschaft

Kanzler Olaf Scholz und Herausforderer Friedrich Merz gehen mit scheinbar gegensätzlichen Konzepten in den Wahlkampf. Aber sie sind sich näher, als man denkt.
Selten hat der Bruch einer Regierung so viele Menschen zu besserer Laune verholfen, für einen kurzen Moment zumindest. Dass sich der Oppositionsführer über die Chance freut, in ein paar Monaten ins Kanzleramt einzuziehen, mag sich noch von selbst verstehen. Aber auch in der SPD sind sie froh, endlich einen kampfeslustigen Kanzler zu erleben, den keine Koalitionsdisziplin mehr zu schmallippiger Kommunikation zwingt. Und der Verkehrsminister, früher FDP, wirkt wie befreit, weil er sich nicht mehr den Volten eines Parteivorsitzenden unterwerfen muss – der seinerseits als einer von wenigen nicht ganz so glücklich wirkt, obwohl er das Ampel-Endspiel am vorvergangenen Freitag selbst eingeläutet hatte.
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