Militär verkündet Machtübernahme in Madagaskar
In Madagaskar gab es zuletzt Probleme bei Strom- und Wasserversorgung. Nun hat das Militär sich den Protesten angeschlossen – und nach eigenen Angaben die Macht übernommen.
In Madagaskar hat das Militär ohne Gewalt die Macht übernommen. Auch die Nationalversammlung und das Verfassungsgericht wandten sich gegen den ins Ausland geflüchteten Präsidenten.
In Madagaskar gab es zuletzt Probleme bei Strom- und Wasserversorgung. Nun hat das Militär sich den Protesten angeschlossen – und nach eigenen Angaben die Macht übernommen.
Madagaskars Präsident war einmal beliebt, vor allem bei jungen Wählern. Jetzt fürchtet er um sein Amt. Eine Militäreinheit stellt sich auf die Seite der protestierenden Studenten.
Der madagassische Präsident Andry Rajoelina hat seine Regierung entlassen und damit auf tagelange Proteste in dem ostafrikanischen Land reagiert. Vorausgegangen waren andauernde Stromausfälle und Wasserknappheit.
Stromausfälle, Armut und eine wütende Jugend: Die Sicherheitskräfte in Madagaskar gehen hart gegen wütende Demonstranten vor. Nach harter UN-Kritik tritt die Regierung nun zurück.
Seit Wochen gibt es Proteste gegen die Wahl in Madagaskar. Präsident Rajoelina, der früher in Bars auflegte, soll heimlich französischer Staatsbürger geworden sein. Er dürfe deshalb gar nicht antreten, sagt die Opposition.
Bereits letzten Monat stellte Präsident Andry Rajoelina das Mittel auf einer Pressekonferenz vor, trank selbst einen Schluck davon und sagte, es habe bereits zwei Menschen geheilt. Die Weltgesundheitsorganisation warnte hingegen, die Wirksamkeit des Tonikums sei weder getestet noch erwiesen und auch Nebenwirkungen seien nicht untersucht worden.
Das madagassische Verfassungsgericht hat die Absetzung des Präsidenten Rajaonarimampianina abgelehnt. Die Zusammenarbeit mit dem Parlament wird dadurch nicht einfacher. Das letzte Wort behält aber der Präsident.
Madagaskar verrottet. Bei der Präsidentenwahl dürfen die einflussreichsten Politiker gar nicht antreten. Sie haben ihre Marionetten vorgeschickt und sie mit viel Geld ausgestattet.