Vorsicht vor der Demokratie
Um Populisten Einhalt zu gebieten, braucht der Volkswille Schranken. Darum geht es.
Die von der IG Metall getragene Otto-Brenner-Stiftung legt zur Reform von ARD und ZDF ein Papier vor, das es in sich hat. Würde die Politik den Vorschlägen folgen, schlüge der Presse das letzte Glöcklein.
Um Populisten Einhalt zu gebieten, braucht der Volkswille Schranken. Darum geht es.
FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai warnt vor „Taschenspielertricks“ beim Haushalt. Er glaubt aber, dass die Regierung eine gemeinsame Lösung finden kann.
Das Bundesverfassungsgericht hat das Ampelwahlrecht gebilligt und eine Lex CSU erfunden. Beides überzeugt nicht. Das Karlsruher Urteil ist von Pragmatismus geprägt. Die Richter hätten stattdessen dogmatisch sorgfältiger arbeiten sollen.
Thailands größte Oppositionspartei wird vom Verfassungsgericht aufgelöst. Ihre Funktionäre werden aus der Politik verbannt. Trotzdem wollen sie ihren Kampf für die Demokratie fortsetzen.
Die CSU ist froh, dass Karlsruhe ihren Verbleib im Bundestag gesichert hat. Trotzdem ist sie nicht ganz glücklich mit dem Urteil zum Wahlrecht.
Es gibt Stimmen, die der Demokratie die Lösung unserer derzeitigen Krisen nicht zutrauen. Und es gibt gute Gründe, nicht auf sie zu hören. Ein Gastbeitrag.
Wenn es in Offenbach bald eine für alle höhere Grundsteuer geben sollte, hat das nichts mit der Grundsteuerreform zu tun. Die Finanznot könnte dazu zwingen.
Einst schien das Bürgergeld eine gute Idee. Sogar die Union war dafür. Doch inzwischen regt sich das ganze Land darüber auf. Zu Recht? Eine Analyse in vier Kapiteln.
Im Urteil zum Wahlgesetz hat Karlsruhe Augenmaß gezeigt. Doch insgesamt mischt sich das Gericht zu oft in Angelegenheiten ein, die politischer Natur sind.
Zwei Gutachten weisen die Bundesregierung bei ihrer Haushaltsplanung in die Schranken. Die Bedenken sind sehr grundsätzlicher Natur. Im Parlament ist die Unruhe groß.
Der sogenannte Tiergartenmörder kommt frei. Statt einer Begnadigung gab es eine Weisung des Bundesjustizministers an den Generalbundesanwalt – das dürfte Diskussionen über das Weisungsrecht neu entfachen.
Mit „Kunstgriffen“ wollte das Kabinett eine Milliardenlücke im Etat für 2025 stopfen – doch Lindners Berater warnen vor Verfassungsbruch. Nun macht die SPD alte Fronten wieder auf und ruft nach höheren Schulden.
Die Union will weiterhin durchsetzen, dass Wahlkreissieger sicher ins Parlament einziehen können. Die SPD ist uneins in der Frage, ob nun rasch gehandelt werden muss.
Das neue Wahlrecht ist teils verfassungswidrig – eine Reform der Reform kann aus Sicht der SPD aber noch warten. Parteichefin Esken warnt vor Forderungen der CSU.
Die Wahlrechtsreform der Ampel hat sich im Kern durchgesetzt. Auch der CSU wird geholfen.
Die am Verfassungsgericht für das Wahlrecht zuständige Richterin durchdenkt gern Positionen, die nicht die ihren sind. Das wurde auch in diesem Verfahren deutlich.
Das Karlsruher Urteil zum Wahlrecht schafft weitgehend Klarheit, welche Regeln für die Bundestagswahl 2025 gelten werden. Der Bundestag sollte sich nicht nur mit der Fünfprozenthürde, sondern auch mit der Größe der Wahlkreise beschäftigen.
Die Verfassungsrichter fordern den Gesetzgeber auf, die Fünfprozenthürde zu überarbeiten. Sie haben dabei die CSU im Blick.
Die Regierung sieht den Kern ihres Wahlrechts bestätigt. Aber die Richter des Verfassungsgerichts bemängeln nicht zum ersten Mal eines ihrer Vorhaben.
Die neue Grundsteuer sorgt für Unruhe unter Eigentümern, doch es gibt Hoffnung: Der Bundesfinanzhof hat eine Möglichkeit eröffnet, gegen überhöhte Werte vorzugehen. Wie kann dieser Nachweis erbracht werden?
Mit seinem Urteil über die Wahlrechtsreform der Ampel hat das Verfassungsgericht Geschichte geschrieben: Die Abschaffung der Überhang- und Ausgleichsmandate ist verfassungskonform, andere Teile sind nichtig. Gut so.
Vertreter von SPD, Grünen und FDP betonen, das Bundesverfassungsgericht habe die Verkleinerung des Bundestags bestätigt. Grünen-Fraktionschefin Haßelmann nennt den Erhalt der Grundmandatsklausel nachvollziehbar.
Die Ampel-Koalition muss ihre umstrittene Wahlrechtsreform nachbessern: Das Bundesverfassungsgericht erklärt die Streichung der Grundmandatsklausel für verfassungswidrig. Die Reform zur Reduzierung des Bundestags betrifft besonders CSU und Linke.
Das Geschäftsmodell der CSU ist es, in Bayern Volkspartei zu sein und in Berlin mit am Tisch zu sitzen. Über das Urteil der Verfassungsrichter kann sich die Partei freuen. Auch andere profitieren.
Präsident Joe Biden hat radikale Reformvorschläge für das amerikanische Verfassungsgericht gemacht. Doch es ist unwahrscheinlich, dass er sie auch durchsetzen kann.
Das Bundesverfassungsgericht urteilt über die Wahlrechtsform. Verteidigungsminister Pistorius reist in den Indopazifik. Und in Düsseldorf beginnt der Prozess gegen eine mutmaßliche IS-Terrorzelle. Der F.A.Z.-Newsletter.
Das amtliche Regelwerk des Rechtschreibrats sieht keine geschlechterbezogenen Binnenzeichen vor. Längst nicht alle Bundesländer halten sich daran. Wo gilt was? Ein Überblick.
Der von Ampel und Union vereinbarte Schutz des Verfassungsgerichts geht Kritikern nicht weit genug. Vor allem die fehlende Verankerung einer wichtigen Regelung im Grundgesetz sorgt für Unmut.
Nach dem Militärschlag der Hizbullah wächst im Nahen Osten die Sorge vor einer Eskalation. Der bayerische Landtag will sich vor Extremisten schützen. Und Schwimm-Olympiasieger Lukas Märtens könnte die nächste Medaille gewinnen.
Selten ziehen Linke und CSU an einem Strang. Am Dienstag hoffen beide darauf, dass die Verfassungsrichter ihre Wahlchancen wieder verbessern. Gregor Gysi rechnet mit einer von zwei Alternativen.
Die Zweidrittelmehrheit gehört ins Grundgesetz: Die bisherigen Vorschläge von Ampel und Union zum Schutz des Bundesverfassungsgerichts übersehen die wichtigste Vorkehrung. Das Votum eines ehemaligen Verfassungsrichters.
Ampel und Unionsparteien wollen das Bundesverfassungsgericht auch mit Blick auf die Entwicklungen in Polen krisenfest machen. Was ist dort geschehen?
Trans ist Trumpf: Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl verwandeln die Sammlung Falckenberg in ein erotisches Passagen-Werk. Eine Zumutung für den guten Geschmack stellt die gesamte Ausstellung dar – aber das soll so.
Die Bundesregierung will die marode Infrastruktur über Kredite an der Schuldenbremse vorbei sanieren. Darf sie das?
Durch wachsende Spannungen und Polarisierungen in der Gesellschaft droht der Ausgleich von Freiheitsgarantien leerzulaufen. Die Lösung könnte in der freien geistigen Auseinandersetzung liegen.
Die Baupläne zum Schutz des Verfassungsgerichts können sich sehen lassen. Eine Entlastung für die Fraktionen sind sie aber nicht. Sie sind schließlich mitverantwortlich für die prekäre Lage, die sie zum Handeln zwingt.