Proteste in Madagaskar : Die Generation Z löst ein politisches Beben aus

Madagaskars Präsident war einmal beliebt, vor allem bei jungen Wählern. Jetzt fürchtet er um sein Amt. Eine Militäreinheit stellt sich auf die Seite der protestierenden Studenten.
Die Militäreinheit hatte sich einen symbolträchtigen Ort ausgesucht. Auf dem Platz des 13. Mai in Madagaskars Hauptstadt Antananarivo versammelten sich am Samstagnachmittag Soldaten und wurden dort von einer Menschenmenge jubelnd begrüßt. Einige Schüsse fielen, aber niemand schien sich den Soldaten in den Weg zu stellen. Der Kommandant der Einheit, Oberst Mickaël Randrianirina, hatte die Armee, die Polizei und die Gendarmerie am Morgen in einem Facebook-Post aufgerufen, ihre Kräfte zu bündeln und nicht mehr auf Teilnehmer der Proteste der Generation Z (Gen Z) zu schießen, die in dem Inselstaat im Indischen Ozean seit gut zwei Wochen ein politisches Beben auslösen.
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