FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Scharfer Ton im Bundestag :
„Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein...“

Von
Laura Gabler
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SPD-Fraktionsführer Herbert Wehner am Rednerpult im Bundestag im Mai 1973. Links von ihm sitzt Bundeskanzler Willy Brandt.
SPD-Fraktionsführer Herbert Wehner am Rednerpult im Bundestag im Mai 1973. Links von ihm sitzt Bundeskanzler Willy Brandt.dpa

Die Vertrauensdebatte zeigte das Parlament von seiner lautesten Seite. Der scharfe Ton hat im Bundestag Tradition – von Herbert Wehners Beleidigungen bis zu Joschkas Fischers legendärem Einwurf.

Als Olaf Scholz am Montag die Vertrauensfrage stellte, war die Atmosphäre im Bundestag von Anfang an geladen. „Politik ist kein Spiel, liebe Kolleginnen und Kollegen! In eine Regierung einzutreten erfordert die nötige sittliche Reife“, sagte Scholz mit Blick auf die FDP, die er für die Sabotage seines Bündnisses verantwortlich machte. Friedrich Merz, Vorsitzender der CDU, konterte scharf: „Ihr Respekt endet dort, wo andere politische Meinungen beginnen. Das ist eine blanke Unverschämtheit!“ Applaus, Zwischenrufe und höhnisches Lachen erfüllten das Plenum – der Bundestag tobte.

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