Erzbistum Köln : Allzeithoch bei Kirchenaustritten

Noch nie sind in Köln zu Jahresbeginn so viele Christen aus der Kirche ausgetreten wie von Januar bis März 2022. Die „Kölner Wirren“ rings um Erzbischof Rainer Maria Woelki nehmen kein Ende.
Im Bezirk des Amtsgerichts Köln hat die Zahl der Kirchenaustritte im ersten Quartal 2022 im Jahresvergleich ein Allzeithoch erreicht. Waren im Vergleichszeitraum des Jahres 2016 noch 1523 Austritte verzeichnet worden, so hat sich diese Zahl vom ersten Quartal des Vor-Corona-Jahres 2019 mit 2585 Austritten auf nunmehr 5780 mehr als verdoppelt.
Im vierten Quartal 2021 waren 4033 Austritte erklärt worden, in den beiden Quartalen davor 5823 beziehungsweise 6170.
Obwohl die einzelnen Konfessionen statistisch nicht gesondert erfasst werden, gilt es nach Recherchen der F.A.Z als sicher, dass das Gros der Austritte auf die katholische Kirche entfällt.
Das Erzbistum Köln wird mittlerweile von mehreren Krisen gleichzeitig erschüttert. Weitverbreitetes Entsetzen über den Umgang des Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki mit Missbrauchstätern und Betroffenen verbindet sich inzwischen mit dem Unmut über hohe Kosten für die Missbrauchsaufarbeitung sowie über ungeklärte Finanzierungsfragen rings um die von ihm initiierte Kölner Hochschule für katholische Theologie (KHKT).
Auf heftigen Widerstand stößt nach wie vor die geplante großflächige Zusammenlegung von Pfarrgemeinden.





