CDU in Baden-Württemberg : Ein ziemlich uncooler Niedergang

Seit Ministerpräsident Erwin Teufel ging es für die baden-württembergische CDU bergab. Nun soll mit dem neuen Vorsitzenden Manuel Hagel ein Neuanfang gelingen. Er wurde jetzt mit 91,5 Prozent ins Amt gewählt.
Lange vor dem Verlust der Regierungsmacht vor zwölf Jahren mussten treue CDU-Wähler in Baden-Württemberg viel aushalten: Mal trank der frühere Ministerpräsident Günther Oettinger Sekt aus einem Damenpumps, mal kürte er einen Freund öffentlich zum „Weltmeister im Seitensprung“. Oder, politisch gewichtiger, die Entscheidung des CDU-Landesvorstands 2009, einen gewissen Stefan Mappus als künftigen Ministerpräsidenten und Landesvorsitzenden einzuführen. Einen Mann, der sich damit brüstete, eine Art schwäbischer Franz Josef Strauß zu sein und dem die Demoskopen später im CDU-Schicksalswahljahr 2011 bescheinigten, dass sie noch bei keinem Spitzenkandidaten einer Landtagswahl so schlechte Persönlichkeitswerte gemessen hätten.
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