FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Missbrauch in der Kirche :
Selbstkontrolle im Weinberg des Herrn

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Vergangene Zeiten: Bei der Audienz von Kardinal Di Nardo (zweiter v. l.) beim Papst schien die Welt noch in Ordnung.
Vergangene Zeiten: Bei der Audienz von Kardinal Di Nardo (zweiter v. l.) beim Papst schien die Welt noch in Ordnung.AFP

Für sexuellen Missbrauch gilt: Bischöfe befinden über Bischöfe. Das wollte die katholische Kirche in Amerika ändern. Doch sie scheiterte am Papst.

Am 13. November trat James Grein erstmals an die Öffentlichkeit, mit vollem Namen und unverhülltem Gesicht. Am Rande der zweitägigen Herbstvollversammlung der katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten in Baltimore hielt Grein eine Rede, stockend und immer wieder mit den Tränen kämpfend. Veranstalter der Demonstration, auf der Grein sprach, war die Koalition „Silence Stops Now“ (Die Stille endet jetzt), ein Zusammenschluss von Laienorganisationen, die den Umgang der amerikanischen Bischöfe mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche kritisieren.

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