FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Regierungsbildung in Österreich :
Kickl strotzt vor Kraft – und steht alleine da

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Nicht mehr als Höflichkeit: Nehammer (links) und Kickl am Sonntagabend in einer Fernsehdebatte
Nicht mehr als Höflichkeit: Nehammer (links) und Kickl am Sonntagabend in einer FernsehdebatteAFP

Vor fünf Jahren ging die FPÖ im Ibiza-Strudel unter. Jetzt landet sie obenauf. Und hat dennoch keine Chance aufs Kanzleramt. Aber auch ÖVP-Kanzler Nehammer hat wenig Optionen.

In einem hat das Wahlergebnis in Österreich keinen Zweifel gelassen: Die bisherige „türkis-grüne“ Koalition wurde abgewählt. ÖVP und Grüne haben 30 Mandate im 183 Abgeordnete umfassenden Nationalrat in Wien verloren. Der große Gewinner ist die rechte FPÖ, die auf das beste Ergebnis ihrer Geschichte gekommen ist. FPÖ-Chef Herbert Kickl hat mehr Stimmen und Prozente errungen, als es seinen Vorgängern Jörg Haider und Heinz-Christian Strache gelungen war, die in den vergangenen 30 Jahren ebenfalls mehrmals die Politik in Österreich aufgemischt und europaweit Aufmerksamkeit auf das Land zwischen Neusiedler See und Bodensee gelenkt hatten.

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