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Salam Fajad : Amerika lehnt ehemaligen palästinensischen Regierungschef als UN-Gesandten ab

  • Aktualisiert am

Eine Palästinenserin läuft in Nablus an einem Banner vorbei, das gegen Donald Trumps Ankündigung protestiert, die amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Bild: Reuters

Die Vereinigten Staaten haben sich gegen die Ernennung Salam Fajads als UN-Sondergesandten für Libyen gewendet. Der Vorschlag von UN-Generalsekretär Guterres sei „enttäuschend“.

          Die Vereinigten Staaten haben die Ernennung des früheren palästinensische Regierungschefs Salam Fajad zum neuen UN-Sondergesandten für Libyen blockiert. „Die Vereinigten Staaten erkennen einen palästinensischen Staat nicht an und unterstützten nicht das Signal, das diese Nominierung senden würde“, sagte am Freitag die amerikanische Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley.

          UN-Generalsekretär Antonio Guterres hatte den Sicherheitsrat in dieser Woche darüber informiert, dass er Fajad zum Nachfolger des deutschen Diplomaten Martin Kobler ernennen wolle, der seit November 2015 als UN-Sondergesandter für das nordafrikanische Krisenland tätig ist. Der 64-jährige Fajad war von 2007 bis 2013 palästinensischer Regierungschef.

          Haley nannte Guterres' Personalwahl „enttäuschend“. Die UNO ergreife schon zu lange und „ungerechterweise“ Partei für die palästinensische Führung, „zum Nachteil unserer Verbündeten in Israel“, sagte die amerikanische Botschafterin. Guterres wollte sich zunächst nicht zum Veto der Vereinigten Staaten äußern.

            

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