FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Repression in Südostasien :
„Ein Menschenleben kostet hier nicht viel“

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Ekkalak Paenoi, ein Verdächtiger im Mordfall des ehemaligen Politikers Lim Kimya, wird von der Polizei eskortiert.
Ekkalak Paenoi, ein Verdächtiger im Mordfall des ehemaligen Politikers Lim Kimya, wird von der Polizei eskortiert.Reuters

Oppositionelle in Südostasien leben in Angst: In Bangkok wurde ein kambodschanischer Politiker auf offener Straße ermordet, die Länder liefern ihre Gegner gegenseitig aus. Längst hat die Repression ein Muster.

Im zweiten Stock eines Apartmentblocks irgendwo in Thailand sitzt ein Mann an einem Laptop. Durch die geschlossenen Vorhänge kommt fahles Licht in den Raum. „Warum sollte ich keine Angst haben?”, fragt der Kambodschaner. Jederzeit könne die Polizei in sein kleines Zimmer gestürmt kommen. Sie könnten ihn, seine beiden Mitstreiter und ihre Familien, die mit ihm in das Nachbarland geflohen sind, jederzeit festnehmen. Aber das wäre nicht einmal das Schlimmste. Der Aktivist, der sich in seiner Heimat gegen Korruption, Vetternwirtschaft und Umweltzerstörung eingesetzt hat, hat bereits Morddrohungen erhalten. „Wir müssen uns darüber Sorgen machen, dass wir abgeschoben werden. Und auch dass die kambodschanische Regierung Leute schickt, um uns zu überwachen und vielleicht angreifen zu lassen“, so der Mann.

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