Putsch in Niger : Frankreichs Abzug von der „Südfront“

Der größte Militäreinsatz Frankreichs seit Ende des Algerienkrieges lässt nur Verlierer zurück. Von einer schonungslosen Aufarbeitung der Fehler ist die Staatsführung in Paris weit entfernt.
Mit dem erzwungenen Abzug der 1500 Soldaten aus Niger geht ein Kapitel der postkolonialen Geschichte Frankreichs zu Ende. Mehr als 60 Jahre nach der Unabhängigkeit seiner Kolonien dankt Frankreich als militärische Ordnungsmacht auf dem afrikanischen Kontinent ab. Noch ist unklar, wie ein „reset“ der französischen Afrikapolitik aussehen könnte. Der Versuch Präsident Emmanuel Macrons, ein Gleichgewicht zwischen eigener militärischer Präsenz, europäischer Lastenteilung und lokaler Verantwortung im Kampf gegen den Terrorismus zu finden, ist im Sahelgebiet gescheitert.
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