Irans Atomprogramm : Teherans Charmeoffensive in New York

Irans Präsident hat bei der UN-Generalversammlung in New York eine neue Ära der Kooperation versprochen. In Berlin fragt man sich, was davon zu halten ist.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York lebt von den vielen bilateralen Gesprächen am Rande. Wenn es mal schnell gehen muss, gibt es in einem großen Raum gleich mehrere Gesprächsboxen, abgetrennt nur durch graue Stellwände. Am Donnerstagabend hat sich Außenministerin Annalena Baerbock in eine solche Box gesetzt für eines der komplizierteren Gespräche ihrer Tage bei den Vereinten Nationen: Sie traf den iranischen Außenminister Abbas Araghchi für gut 30 Minuten. Auf X verbreitete ihr Ministerium danach, Baerbock habe unterstrichen, alle Akteure müssten Zurückhaltung üben, um einen Flächenbrand in Nahost zu verhindern. Es ging aber auch um in Iran inhaftierte Deutsche und um Waffenlieferungen an Russland. Baerbock forderte, Teheran dürfe keine Raketen und Drohnen mehr an Moskau weitergeben.
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