Debatte über Misstrauensvotum : Spaniens gefährliche Krise

In Spanien startet die Debatte über den Misstrauensantrag gegen den Ministerpräsidenten. Nach den harten Urteilen im größten Korruptionsprozess des Landes werden bereits Neuwahlen gefordert. Doch es gibt etwas, was Mariano Rajoy retten könnte.
Am Donnerstag wird es ernst. Im spanischen Parlament beginnt die Debatte über das Misstrauensvotum gegen den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Seit den harten Urteilen im „Gürtel“-Prozess, dem größten Korruptionsprozess Spaniens, herrscht Krisenstimmung in Madrid – und nicht nur dort: Angesichts der Lage in Italien – viertgrößte Volkswirtschaft der EU – wächst an den südeuropäischen Börsen die Unruhe. In Spanien, die fünftgrößte europäische Volkswirtschaft, sprach man schon von einem „Schwarzen Dienstag“. Der spanische Aktienindex Ibex fiel seit Freitag immer wieder. Der erreichte am Dienstag gegenüber dem Dollar seinen tiefsten Stand seit sieben Monaten. Vor dem Beginn der Debatte über seine Abwahl gab sich Rajoy kämpferisch und warf dem Vorsitzenden der sozialistischen Partei (PSOE), Pedro Sánchez vor, mit seinem Misstrauensantrag nur seine eigene Karriere im Sinn zu haben und Spanien zu schwächen.


