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F.A.Z.-Frühdenker : Der große Knall beim DFB

Darf bald nur noch zuschauen: Fritz Keller gibt am kommenden Montag sein Amt des DFB-Präsidenten ab. Bild: Reuters

Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu, die Gehälter von Pflegekräften sind überdurchschnittlich gestiegen und beim DFB rollen Köpfe. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          7 Min.

          Das Wichtigste für Sie an diesem Mittwoch: Viele Menschen sterben nicht auf den Intensivstationen an Covid, im Nahen Osten spitzt sich die Lage weiter zu und Fritz Keller wird sein Amt als DFB-Präsident abgeben.

          Tatjana Heid
          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          1. Wer sind die Corona-Toten?
          2. Gehälter von Pflegekräften sind deutlich gestiegen
          3. Bisher schwerster Raketenangriff auf Tel Aviv

          4. Republikaner wollen Liz Cheney ablösen
          5. Die CSU stichelt gegen die CDU

          6. Fritz Keller stellt sein Amt zur Verfügung
          7. Nora Tschirner äußert sich zu ihrer Depression

          Intensivstation des Asklepios Klinikums Langen
          Intensivstation des Asklepios Klinikums Langen : Bild: Lucas Bäuml

          1. Wer sind die Corona-Toten?

          Die Inzidenzen sinken, die Impfkampagne geht voran, doch die Todeszahlen bleiben hoch. Was ist über die Toten bekannt?

          Alter: Bereits Mitte Februar ist der Altersdurchschnitt der Verstorbenen unter 80 Jahre gefallen, zuletzt lag er bei 77. Auch die Covid-Intensivpatienten werden jünger. Laut der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin sind die meisten 60 bis 69 Jahre alt (31,9 Prozent). Einen großen Anteil machen mit 26,6 Prozent auch die 70 bis 79 Jahre alten Patienten (26,6 Prozent) aus. Älter als 80 Jahre sind nur noch 7,6 Prozent. In den ersten zwei Wellen hatte diese Altersgruppe noch ein Viertel ausgemacht.

          Auffälligkeit: In den vergangenen sieben Tagen sind 863 Menschen auf der Intensivstation an oder mit Covid gestorben. Beim RKI wurden in der gleichen Zeit jedoch 1523 Fälle registriert. Wo sterben diese Menschen? Eine Umfrage der F.A.Z. in den fünf bevölkerungsreichsten Bundesländern offenbart: Die zuständigen Ministerien wissen es nicht.

          Altenheime: Laut dem Bestatterverband NRW weist vieles darauf hin, dass – wer nicht auf der Intensivstation stirbt – der Krankheit auf der Normal- oder Palliativstation erliegt, etwa weil die Verlegung auf die Intensivstation zuvor abgelehnt wurde. Sicher ist, dass in den Altenheimen die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus abgenommen haben. So zählte Hessen im Januar dieses Jahres 1144 Verstorbene in Alten- und Pflegeheimen, im April waren es 22.

          Mehr zum Thema

          Altenpflegerin mit älterer Dame (Archivbild)
          Altenpflegerin mit älterer Dame (Archivbild) : Bild: dpa

          2. Gehälter von Pflegekräften sind deutlich gestiegen

          In den vergangenen zehn Jahren haben die Pflegeberufe finanziell aufgeholt. Dennoch machen an diesem Mittwoch zahlreiche Bündnisse auf die prekäre Situation in der Pflege aufmerksam.

          Tag der Pflege: Jährlich am 12. Mai ist Tag der Pflege. Überall in Deutschland wird es an diesem Mittwoch Demonstrationen und Aktionen verschiedener gesundheitspolitischer Gruppen, Bündnisse, Verbände und Gewerkschaften geben. Sie fordern unter anderem mehr Personal in der Pflege, angemessene Bezahlung und die tarifliche Bindung aller Beschäftigten.

          Gehälter: Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sind die Gehälter von Fachkräften in Pflegeheimen im vergangenen Jahrzehnt um fast 40 Prozent gestiegen. Das ist nahezu doppelt so stark wie der Durchschnitt aller Gehälter. Zuwächse von einem Drittel gab es für Krankenpfleger und Fachkräfte in Alten- und Behindertenwohnheimen. In absoluten Zahlen stiegen die Bruttostundenverdienste von Vollzeitfachkräften in Pflegeheimen zwischen 2010 und 2020 von durchschnittlich 2426 auf 3363 Euro im Monat. In der Gesamtwirtschaft erhöhten sich die Durchschnittsverdienste im selben Zeitraum von 2712 auf 3286 Euro.

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