Film über Rostock-Lichtenhagen : Dem Monster ins Antlitz schauen

Der junge Regisseur Burhan Qurbani, dessen Debütfilm im Wettbewerb der Berlinale lief, liebt das „gefährliche Kino“. Nun wagt sich der Sohn afghanischer Eltern wieder an ein heikles Thema: Er dreht einen Film über die fremdenfeindlichen Exzesse von Rostock-Lichtenhagen.
Sage keiner, der deutsche Film habe sich nicht intensiv mit unserer Geschichte beschäftigt, ihre dunkelsten Kapitel eingeschlossen. Wir haben erlebt, wie Bruno Ganz im Führerbunker belfert, haben gehört, wie die angesagtesten Jungschauspieler die Parolen der RAF skandieren. Wir haben, gerade eben erst, gelernt, dass „Unsere Mütter, unsere Väter“ im Krieg zutiefst schuldig wurden und zugleich irgendwie menschlich blieben. Wir haben uns von Kino und Fernsehen zurückführen lassen an die Wegmarken deutscher Historie, von Dresden über München bis Mogadischu.





