Thomas Mann am Deutschen Theater Berlin :
Joseph und seine Pfuscher

Von
Irene Bazinger
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Geplagt: Judith Hofmann als Königinmutter und Peter Moltzen als Pharao in der Berliner Inszenierung von „Joseph und seine Büder“
Geplagt: Judith Hofmann als Königinmutter und Peter Moltzen als Pharao in der Berliner Inszenierung von „Joseph und seine Büder“Bresadola/drama-berlin.de

Bereits vor drei Jahren hat John von Düffel Thomas Manns „Joseph“-Romane für das Theater adaptiert. Seiner Version widerfährt in der Berliner Inszenierung von Alize Zandwijk nun ein Himmelfahrtskommando.

Auf dem Weg ins Deutsche Theater Berlin ist aus dem Autoradio plötzlich John von Düffel zu hören, hat er doch Thomas Manns großen Roman „Joseph und seine Brüder“ für genau diese Bühne dramatisiert. Am Schauspielhaus Düsseldorf, wo er 2009 schon einmal eine Fassung erstellte, habe er den Schwerpunkt auf den mythologischen Bereich gelegt, diesmal eher auf den Themenkomplex Familie, sagt er in dem Vorbericht. Nun werde die Aufführung - wir sprechen von einem vierteiligen Buchzyklus mit rund zweitausend Seiten - auch nicht sechs, sondern ein bisschen über drei Stunden dauern. Je nachdem, scheint das zu heißen, was der jeweilige Intendant sich halt so wünscht, vielleicht demnächst dann mit Akzenten in Richtung Wahnsinn oder Gesellschaft, Sex oder Crime: John von Düffel ist da - „Wie hätten Sie’s denn gern?“ - ganz offen.

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