Weiches Eis für die Sphinx
Herzerfrierend die Welt zur Saisoneröffnung im Deutschen Theater Berlin. Kälte prägt als physische Erfahrung wie als Metapher für sozialen Umgang und innere Einsamkeit Elfriede Jelineks Stück "Winterreise", in dem sie Franz Schuberts und Wilhelm Müllers Liederzyklus frei variiert.
Herzerfrierend die Welt zur Saisoneröffnung im Deutschen Theater Berlin. Kälte prägt als physische Erfahrung wie als Metapher für sozialen Umgang und innere Einsamkeit Elfriede Jelineks Stück "Winterreise", in dem sie Franz Schuberts und Wilhelm Müllers Liederzyklus frei variiert. Kälte auch in Tom Kühnels und Jürgen Kuttners Uraufführung von "Capitalista, Baby!", einer Adaption des 1943 erschienenen Romans "The Fountainhead" von Ayn Rand. Eisiges prägt darin alle privaten wie öffentlichen Beziehungen: Resultat einer extrem utilitaristischen Weltanschauung, die ausschließlich auf Egoismus setzt - wie ihn die 1905 in Petersburg geborene und 1926 in die Staaten emigrierte Chefideologin eines deregulierten Kapitalismus literarisch und theoretisch propagierte: "Zivilisation ist der Prozess der Befreiung des Menschen von den Menschen."





